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pte20000210017 in Forschung

Messsystem spürt Chemikalien am Meeresboden auf

Sonar fahndet nach verlorener Schiffsladung


Oldenburg (pte017/10.02.2000/11:30)

Unter Beteiligung von zwei Arbeitsgruppen der Universität Oldenburg wurde ein System entwickelt, mit dem man von Schiffen verlorengegangene und leckgeschlagene Container orten und die Inhaltsstoffe analysieren kann. Dieses System zeichnet ein detailliertes Bild von Art und Zustand, Verbleib und Gefahrenpotenzial verlorener Ladung. Das Messsystem kann aber auch für eine Kontrolle von Unterwasserkabeln und Pipelines oder die Bestimmung der Vegetation des Meeresbodens verwendet werden http://www.admin.uni-oldenburg.de/presse/einblick/30/reuter.htm

An erster Stelle eines Sucheinsatzes nach havarierter Ladung am Meeresgrund steht die Eingrenzung des betroffenen Gebietes mittels Sonar. Dieses akustische Verfahren nutzt Schallwellen, die sich im Meer leicht ausbreiten. Mit Hilfe von "Bildern", die sich aus der Aufzeichnung der Rückstreuung von Schallwellen ergeben, kann man z.B. Wracks oder andere größere Objekte wie verlorene Ladung über Entfernungen von einigen hundert Metern ausfindig machen. Informationen über den Ort und Ausbreitung von ausgelaufenen Chemikalien am Meeresgrund liefert in dem kombinierten Messgerät eine so genannte akustische Impedanzmessung.

Während das Sonar größere Objekte über weite Entfernungen orten kann, sind die Sonarbilder jedoch viel zu grob für genauere Informationen. Mögliche Beschädigungen in einem Behälter erkennt man mit einem Lidar (Light Detection and Ranging), einer ausgefeilten Kameratechnik, die auch in trüben Meeresgebieten Bilder über eine Entfernung von mehreren Metern liefert. Mit dem Lidar können auch Fluoreszenzspektren von Chemikalien am Meeresgrund aufgenommen werden. Die Fluoreszenz gibt wichtige Hinweise auf die Art eines Stoffes.

Sehr nützlich ist ein Fluoreszenzspektrum auch bei transparenten Stoffen. Zum Aufspüren wasserlöslicher Chemikalien dienen zwei chemische Analysegeräte: der Quarzmicrobalancesensor (QCM), ein Messgerät, das vom Einsatz für Luftanalytik für die Unterwasseranwendung modifiziert wurde, sowie der kombinierte Gaschromatograph/ Massenspektrometer (GC/MS), die an den Universitäten Magdeburg und Hamburg/Harburg entwickelt wurden. Während der QCM Chemikalien nach Art und Konzentration bis in den ppm-Bereich (parts per million) identifizieren kann, reicht die Empfindlichkeit des GC/MS in den Bereich der Spurenanalytik hinein. Informationen: Dr. Rainer Reuter, Fachbereich 8 Physik, E-Mail: r.reuter@las.physik.uni-oldenburg.de (Oldenburg Universität) (Ende)
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