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pte20000417009 in Leben

Menschliche Organe im Labor züchten

Zellmaterial in einem künstlichen Medium herstellen


Columbus/Ohio (pte009/17.04.2000/11:00)

Der Wissenschaft ist ein wichtiger Schritt gelungen, um differenzierte menschliche Zellen in einem künstlichen Medium züchten. Diese Technik könnte eines Tages helfen, künstliche Organe für Transplantationen herzustellen. http://homepages.go.com/~transnetde/tx.htm "Wir haben die Grundlage dafür gelegt, dass künstlich gewachsene Zellen spezialisierte Eigenschaften aufweisen - genau wie unsere Körperzellen dies tun, um auf natürliche Weise Organe zu bilden", sagt Douglas Kniss von der Ohio State University. http://www.acs.ohio-state.edu/

Mit einer neuen Technik ist es seinem Team gelungen, einen bereits bestehenden Faserbett-Bioreaktor zu verbessern. In diesem Bioreaktor befinden sich mikroskopisch kleine Polymerfasern. An den Fasern verankern sich die lebenden Zellen und vermehren sich, als würden sie an einem Strang menschlicher Proteine kleben. Das flüssige Nährmedium strömt - den Blutfluss im Körper nachahmend - ständig durch den Bioreaktor.

Mit einer neuen thermalen Technik gelang es den Wissenschaftlern, den Faserabstand zu variieren. Dies war der entscheidende Schritt, um Zellen kontrolliert und differenziert wachsen zu lassen: Mit einem Faserabstand von durchschnittlich 30 Mikrometern vermehrten sich die Zellen sehr schnell. Dies entspricht der Anfangsphase der menschlichen Entwicklung, in der die Zellen beginnen, einen Körper zu formen. Mit einem größeren Faserabstand (40 Mikrometer), gab es keine Verbindung mehr zwischen verschiedenen Zellen. Die Folge: Die Zellen wuchsen langsamer und formten klumpenartige Gebilde in dem Fasermedium. Diese Art zu wachsen findet man bei menschlichen Zellen kurz bevor sie differenzieren und verschiedene Organe bilden.

Kniss und seine Kollegen haben selbst noch nicht die Absicht, ganze Organe auf diese Weise zu züchten. Es gibt jedoch andere Labore, in denen Wissenschaftler mit ähnlichen Techniken daran arbeiten, Knochen oder Organe wachsen zu lassen. "Die Grundlagen, die wir mit unserer Forschung zur Verfügung stellen, helfen hoffentlich diesen Wissenschaftlern Organe herzustellen", so Kniss. (wsa) (Ende)
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