pte20070214017 in Forschung
Menschen müssen Maschinen schlauer machen
Dumme Chatbots und kluge Dialoge
Bonn/Berlin (pte017/14.02.2007/10:20)
Der britische Mathematiker Alan Turing hatte in den 50er-Jahren postuliert, dass eine Maschine dann intelligent sei, wenn sich ein Gespräch mit ihr nicht mehr von einem Gespräch mit einem Menschen unterscheiden ließe. Beim Loebner-Preis, den der US-Soziologe Hugh Gene Loebner gestiftet hat und der mit 100.000 Dollar dotiert ist, führen seit 1991 Tester Dialoge mit sogenannten "Chatbots" - "Chat" steht für plaudern und "bot" für Roboter. Die Tester wissen dabei nicht, ob ihr Gegenpart aus Fleisch und Blut oder aus Silizium ist. Insgesamt gilt es, drei von zehn Juroren glauben zu lassen, sie hätten sich tatsächlich mit einem Menschen unterhalten. Mehr als eine Million verschiedene Antworten hat mancher der Chatbots parat. Sie analysieren Sätze nach ihrem Aufbau, suchen nach Schlüsselwörtern und Wortmustern. Sie können sich merken, ob ein Tester ein Thema schon einmal behandelt hat und stellen Verbindungen zu neuen Themen her. Schnell entzaubern können Tester Chatbots, indem sie ihnen Wissensfragen stellen, zum Beispiel "Wie hoch ist der Kilimandscharo". Kommt die Antwort prompt und exakt, ist es wahrscheinlich ein Chatbot.
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