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pte20000509014 in Leben

MELDOQ diagnostiziert schwarzen Hautkrebs

Satellitentechnik revolutioniert Früherkennung des malignen Melanoms


Garching (pte014/09.05.2000/11:00)

Deutschen Wissenschaftlern des Garchinger Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik http://www.mpe.mpg.de/mpe-f-d.html ist es gelungen, ein weltweit bisher einzigartiges System zur Früherkennung des Hautkrebses zu entwickeln. Der Clou: Ursprünglich war die Methode ausschließlich zur "Diagnose" außerirdischer Objekte gedacht. Kern der Erfindung ist ein als "Scaling Index Method" (SIM) bezeichneter Algorithmus, der Wissenschaftlern ursprünglich dazu diente, die von dem Röntgensatelliten ROSAT http://wave.xray.mpe.mpg.de/rosat/gallery übermittelte Datenflut nach wertvollen Informationen zu durchforsten.

In den vergangenen acht Jahren hat ROSAT das gesamte Universum durchforstet und über 120.000 neue Quellen von Röntgenstrahlung ausfindig gemacht. Die eigentliche Herausforderung bestand bei dem Vorhaben darin, aus der ungeheuren Datenflut jene schwachen Signale von "Störsignalen" zu trennen, die für die Charakterisierung kosmischer Röntgenquellen von Bedeutung sind. SIM erwies sich in diesem Szenario als wertvoller Kompass, der neben der Charakterisierung punktförmiger auch die flächenhafter oder diffuser Objekte erlaubte.

Dabei kam den Forschern der Gedanke, dass sich das Verfahren nicht nur zur Untersuchung astrophysikalischer Quellen sondern auch für bodenständige Anwendungen eignen könnte - so etwa im Rahmen der Analyse von Hautveränderungen, wo sich in Analogie zu kosmischen Objekten wertvolle Details oftmals im "Hintergrundrauschen" verbergen.

In Zusammenarbeit mit Prof. Wilhelm Stolz, leitender Oberarzt an der Dermatologischen Klinik und Poliklinik der Universität Regensburg, http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Dermatologie/d.htm wurde aus der Idee ein als MELDOQ bezeichnetes System zur computerunterstützten Früherkennung des malignen Melanoms, des "schwarzen Hautkrebs", aus der Taufe gehoben. http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Dermatologie/mmklinik.htm Das maligne Melanom gehört zu den bösartigsten Tumorformen überhaupt. Seine Häufigkeit hat sich aufgrund einer erhöhten UV-Belastung in Europa in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt und nimmt weiterhin pro Jahr um etwa fünf bis sieben Prozent zu. Jeder vierte bis fünfte Patient stirbt an den Folgen der Metastasierung.

MELDOQ basiert auf der digitalen Bildanalyse in Verbindung mit der Dermatoskopie. Das ist ein Verfahren, bei dem die Lichtreflexion an der Haut vermindert wird und die Strukturen auf das Zehnfache vergrößert werden. Mit Hilfe der SIM-Methode kann das System sowohl feinste Farbnuancen im Gewebe als auch charakteristische Muster erkennen, die mit dem Wachstum der bösartigen Zellen einhergehen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die so genannte dermatoskopische ABCD-Regel http://www.imse.med.tu-muenchen.de/mi/derma/dermatos.html erstmals zu quantifizieren. Hierbei steht A für Asymmetrie, B für Begrenzung, C für Farbe (Color) und D für Differenzialstrukur.

Knapp 150 Patienten sind in Regensburg, wo sich eine vorläufige Beta-Version des Geräts im Einsatz befindet, bereits erfolgreich untersucht worden. Die technische Fortentwicklung findet bei der Firma Rodenstock http://www.rodenstock.de/ statt. Im Juli soll das System in München auf einem Dermatologenkongress der internationalen Fachwelt vorgestellt werden. Angaben der Firma Rodenstock zufolge sind die Entwicklungsarbeiten soweit abgeschlossen, dass einen Monat später die ersten Geräte an Kliniken in Deutschland und der Schweiz ausgeliefert werden können. (LifeScience) (Ende)
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