pte20040605002 in Leben
Medizin: "Öffentlichkeit schadet Fehlermanagement"
Medienschelte für "unseriöse Berichte"
Berlin (pte002/05.06.2004/09:35)
In der Medizin rückt neben dem Qualitätsmanagement nun auch vermehrt das Risikomanagement in den Vordergrund. Behandlungsfehler schaden nicht nur den jeweiligen Ärzten, sondern auch dem Ansehen der Klinik und den Krankenkassen, da zusätzliche Kosten entstehen. "Arztfehler festzustellen ist aber nicht Sache der Journalisten", kritisierte Walter Schaffartzik auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit http://www.hauptstadtkongress.de . Falsche Darstellungen und schnelle Diagnosen würden Medienberichte unseriös machen, so Schaffartzik, Direktor der Klinik für Anästhesiologie im Unfallkrankenhaus Berlin im Hinblick auf die gestiegene Zahl von Pressemeldungen über Behandlungsfehler. Unterstützung erhielt er von Martin L. Hansis, dem leitenden Arzt und stellvertretenden Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS). "Unangemessene Öffentlichkeitsarbeit hat die gut funktionierende Fehlerkultur zerstört", lautete die Medienschelte. http://www.mds-ev.org
Profitieren Sie von
unabhängigem Journalismus!
Lesen Sie mit pressetext Abo+ weiter und unterstützen Sie
Qualitätsberichterstattung für nur 1 EUR pro Woche!
Das Angebot beläuft sich auf 1 EUR pro Woche bzw. 49 EUR im Jahr
– und das, solange Sie wollen. Sie bleiben flexibel, denn Ihr pressetext Abo+
passt sich an Ihre Lesegewohnheiten an und ist jederzeit kündbar
