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pte20190412018 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Medien nennen Rechtsextreme ungern Terroristen

Muslime werden hingegen drei Mal eher gebrandmarkt - Christchurch-Angriff als Ausnahme


Nur nicht
Nur nicht "Terror": Worte zu rechter Gewalt (Foto: johnhain, pixabay.com)

London/New York (pte018/12.04.2019/13:30) - Medien rund um die Welt scheuen sich, rechtsextreme Anschläge als Terrorismus zu bezeichnen. Das hat eine Studie des Medienbeobachters Signal AI http://signal-ai.com ergeben. Nur knapp ein Viertel der Berichte nennt Rechtesextreme auch Terroristen. Bei Islamisten passiert das im Schnitt mehr als drei Mal so häufig. Eine Ausnahme ist der Moschee-Anschlag von Christchurch - was damit zusammenhängen dürfte, dass die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern selbst derart klare Worte gefunden hat.

Weiße Gewalttäter, muslimische Terroristen

Rechtsextreme sind einfach nur Gewalttäter oder Mörder, Muslime hingegen Terroristen - dieses Bild zeichnen jedenfalls die Medien. Das hat der von Signal AI durchgeführte Vergleich der Berichterstattung in den 50 führenden Medien der Welt zu fünf rechtsextremen und sechs islamistischen Anschlägen aus den Jahren 2017 und 2018 ergeben. Um einen möglichst fairen Vergleich sicherzustellen, berücksichtigte das Unternehmen dabei gut 200.000 Artikel, die den Namen des jeweiligen Angreifers nennen - denn das deutet darauf hin, dass der Anschlag auch wirklich behandelt, statt nur am Rande erwähnt wird.

Von den Berichten über die islamistischen Angriffe stellten demnach satte 78,4 Prozent eine Verbindung zum Terrorismus her. Bei den rechtsextremen Anschlägen hingegen waren es nur 23,6 Prozent. Von den Medienberichten zum Anschlag auf die Synagoge in Pittsburgh im Oktober 2018 erwähnte gar nur knapp jeder siebte Terrorismus - obwohl das der verheerendste antisemitsche Anschlag in der Geschichte der USA war. In diesem Fall verurteilte freilich auch US-Präsident Donald Trump den Angriff nur als "bösartig" und "Massenmord", scheute aber wohl aus Rücksicht auf seine Wählerschaft vor deutlicheren Worten zurück.

Christchurch als eine Ausnahmeerscheinung

Den Moschee-Angriff in Christchurch dagegen verurteilte Premierministerin Ardern nach nicht einmal sechs Stunden als Terrorakt. Das hatte offenbar wichtige Vorbildwirkung, denn von den Beiträgen zu diesem Angriff in den Top-50-Medien stellten mehr als doppelt so viele die Verbindung zum Terror her - im Gegensatz zu rechtsextremen Gewalttaten. Nur knapp ein Drittel der Artikel unterließ das komplett. Der rechtsextreme Christchurch-Attentäter war damit immerhin fast so klar als Terrorist eingestuft wie jener islamistische Gewalttäter, bei dem die Medien mit dem Begriff Terror noch am zurückhaltendsten waren (der Messerangriff von Paris im Mai 2018).

(Ende)
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