pte20000210019 in Leben
Mechanismus der Herzinsuffizienz entschlüsselt
Tödlicher Hormoncocktail wird immer besser verstanden
Würzburg (pte019/10.02.2000/11:45)
Wissenschaftlern von der Medizinischen Klinik der Universität Würzburg http://www.uni-wuerzburg.de/med-klinik/klinik.html gelang nun die Aufklärung eines wesentlichen Mechanismus im Zusammenhang mit einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) beim Menschen. Eine Herzinsuffizienz http://www.ratiopharm.de/html/otc/lexikon/herzienz.htm entsteht häufig als Folge von eine oder mehreren Herzinfarkten. Auch wenn Patienten mit einer Herzschwäche die bestmögliche Therapie erhalten, bleibt die Prognose bislang ausgesprochen schlecht. Bei einer schweren Herzinsuffizienz ist die Überlebenszeit der Patienten sogar kürzer als bei den meisten Tumorerkrankungen.Die Forscher haben anhand von zellbiologischen Experimenten nun gezeigt, dass das Hormon Angiotensin II, das im Infarktareal vermehrt gebildet wird, das Enzym Cyclooxygenase-2 aktiviert. Diese Aktivierung führt zu einer vermehrten Produktion es Botenstoffs Prostaglandin E2, wodurch es dann zur Vermehrung der Herzmuskel-Bindegewebszellen kommt. Dieser Ablauf könnte die Grundlage für eine Reihe von krankhaften Vorgängen sein, die nach einem Herzinfarkt beobachtet werden.
Ob nun Hemmstoffe des Enzyms Cyclooxygenase-2 die Umbauvorgänge nach einem Herzinfarkt günstig beeinflussen können, ist bisher nicht bekannt. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt will die Arbeitsgruppe von Dr. Nicole Scheuren deshalb untersuchen, welchen Einfluss solche Hemmstoffe auf die Umbau- und Anpassungsvorgänge, die nach einem Herzinfarkt auftreten, ausüben.
Am Ratten-Infarktmodell, einem in der Wissenschaft etablierten Modell für die Herzschwäche beim Menschen, sollen Hinweise für den Stellenwert einer Therapie mit Cyclooxygenase-2-Hemmstoffen bei Herzinsuffizienz gewonnen werden. Auf zellbiologischer Ebene soll außerdem die Signalvermittlung vom Angiotensin-Rezeptor bis zur Aktivierung der Cyclooxygenase-2 verfolgt werden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen http://www.uni-essen.de/cardio/inhalt/mi.html stehen nach wie vor an der Spitze der Todesursachen beim Menschen in der westlichen Welt. (LifeScience, idw) (Ende)
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