Mathematik verbessert Krebstherapie erheblich
City St George's, University of London: Verschiedene Therapien sollen sich künftig überschneiden
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Krebszellen: Forscher wollen gängige Therapien revolutionieren (Bild: pixabay.com, Iffany) |
London (pte003/24.02.2026/06:05)
Robert Noble von der City St George's, University of London will die Krebsbehandlung mit einem mathematischen Ansatz revolutionieren und damit effektiver machen. So soll das Wiedererstarken von Tumoren, die durch eine geeignete Behandlung erheblich geschrumpft sind, reduziert werden. Bei den gängigen Therapien überleben Tumorzellen, weil es ihnen gelingt, sich durch Mutation dem Einwirken von Therapeutika zu entziehen. Sobald die Behandlung endet, beginnen sie wieder zu wachsen.
Handeln statt abwarten
Der klinische Standardansatz besteht darin, abzuwarten, ob ein Tumor wieder wächst, bevor eine andere Behandlung versucht wird. Zu diesem Zeitpunkt haben einige Tumorzellen wahrscheinlich Mutationen erworben, die sie auch gegen die zweite Behandlung resistent machen, die dann ebenfalls fehlschlägt.
Statt abzuwarten, könnte es besser sein, zu einer zweiten Behandlung überzugehen, solange der Tumor noch auf die erste anspricht, meint Noble. Dieser Ansatz, "den Tumor zu schlagen, solange er am Boden liegt", sei am besten geeignet, wenn Ärzte aus Erfahrung wüssten, dass selbst die beste Option für eine erste Behandlung aufgrund von Resistenzen oft versage.
Erfolgreiche Vorbilder
"Ähnliche Ansätze waren in anderen Kontexten bereits sehr erfolgreich, beispielsweise bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen oder bei der Vorhersage, welche Impfstoffe wir in einer bestimmten Grippesaison verwenden sollten. Es gibt allen Grund zu der Annahme, dass ähnliche Ansätze auch bei Tumoren funktionieren könnten", zeigt sich Noble zuversichtlich.
Um diese Hypothese zu überprüfen, haben Noble und sein Team mathematische Methoden genutzt, die häufiger verwendet werden, um zu verstehen, wie sich Pflanzen und Tiere als Reaktion auf Umweltbelastungen wie den Klimawandel entwickeln. "Unsere Modelle sagen voraus, dass dieser neue Ansatz im Allgemeinen die Standardbehandlung übertreffen wird. Eine Abfolge von zwei Behandlungen, selbst wenn sie zeitlich optimal abgestimmt sind, dürfte nur bei relativ kleinen Tumoren erfolgreich sein. Wir haben jedoch Grund zur Hoffnung, dass die neue Strategie auch größere Tumore beseitigen könnte", so Noble.
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