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pte20000627026 in Leben

Mäusemuskel als Frischhaltemöglichkeit für menschliche Eizellen

Kanadische Forscher entwickeln Alternative zum Einfrieren


Toronto (pte026/27.06.2000/14:00)

Menschliche Eizellen könnten künftig in den Muskeln von Mäusen "konserviert" werden. Wissenschaftler des Samuel Luenfeld Research Institute am Mount Sinai Hospital in Toronto http://www.mshri.on.ca arbeiten an einer Methode, welche das Einfrieren von weiblichen Eizellen überflüssig machen soll. Eierstockgewebe, das Eizellen enthält, könnte dann im Muskel der Maus so lange aufbewahrt werden, bis es gebraucht wird. Mit Hilfe von Fruchtbarkeits-Medikamenten, die der Maus verabreicht werden, könnte die Eizelle dann "geerntet" und für eine In-Vitro-Fertilisation verwendet werden, berichten die Forscher.

Das Wissenschafter-Team aus Toronto hat es bereits geschafft, eingefrorenes Eierstockgewebe aufzutauen, in die Maus zu implantieren und dann Eizellen zu produzieren. Dabei wurde frisches Gewebe aus der Eierstockrinde, dem Bereich des Eierstocks, wo am meisten eizellenproduzierende Follikel liegen, entnommen. Dieses wurde in der Folge in den Rückenmuskel von "nackten" Mäusen (Mäuse ohne Immunsystem) implantiert, um Abstoßreaktionen zu verhindern. Im Muskel wird das menschliche Implantat ausreichend mit Blut versorgt. Theoretisch könnten jeder Frau oder sogar jedem Mädchen, welches durch eine Krankheit wie Krebs unfruchtbar zu werden droht, die Mäusemuskeln quasi als Vor-Kindergarten dienen.

Die Versuche gehen nun in die nächste Phase, um herauszufinden, ob die derart gewonnenen Eizellen auch zu gebrauchen sind. Fruchtbarkeitsspezialisten gehen jedoch davon aus, dass es ethisch nicht zu rechtfertigen sei, Mäuse als Frischhaltemöglichkeit für menschliches Leben zu verwenden. Diese Technik würde in der klinischen Nutzung ein großes ethisches Problem darstellen, so Yves Aubard, ein führender Fruchtbarkeitsspezialist. Am besten wäre es, das Gewebe wieder der Person einzupflanzen, von der es entnommen wurde. (bbc) (Ende)
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