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Lockdown macht Helfende verstärkt depressiv

Deutscher Alterssurvey: Vor allem unterstützende Menschen mittleren Alters betroffen


Alte und junge Hand: Pflege geht an die Substanz (Foto: pixabay.de/sabinevanerp)
Alte und junge Hand: Pflege geht an die Substanz (Foto: pixabay.de/sabinevanerp)

Berlin (pte024/11.01.2021/13:55) - Menschen ab 46 Jahren, die andere im Lockdown unterstützen oder pflegen, zeigen mehr depressive Symptome. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung im Rahmen des Deutschen Alterssurveys http://dza.de für den Zeitraum Juni bis Juli 2020.

Ergänzende Hilfe wichtig

"Je umfangreicher und anspruchsvoller die Unterstützung und Pflege ist, desto wichtiger ist es für den beziehungsweise die Einzelne, auf ein gut funktionierendes Netzwerk ergänzender Hilfen zurückgreifen zu können. Gerade das war mit dem Einsetzen der Corona-Pandemie nicht durchweg und ausreichend gewährleistet", heißt es vonseiten der Studienautoren.

Angesichts der Belastungen vermisst laut Umfrage ein Viertel der pflegenden Menschen Hilfsangebote Dritter: von der Familie oder auch von professionalen Dienstleistern. "Zur Entlastung und zum Wohl der Unterstützungs- und Pflegeleistenden sind daher schnelle Lösungen und Angebote gefragt, auch weil die Pandemie aktuell eine zweite stärkere Welle erlebt."

4.700 Menschen befragt

Über 4.700 Menschen zwischen 46 und 90 Jahren haben in der Studie darüber Auskunft gegeben, ob sie andere unterstützen oder pflegen. Gleichzeitig sollten sie ihren Gesundheitszustand einschätzen. Gegenüber dem Jahr 2017 stieg die Quote der informell Unterstützenden und Pflegenden von 16 auf 19 Prozent. Dabei geht der Anstieg besonders auf den Einsatz von Frauen und eine stärkere Einbindung von Nachbarn und Freunden zurück.

(Ende)
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