pte20000720039 in Forschung
Licht-Chip verbessert Internet-Technologie
Glasfasernetz wird künftig nicht mehr ausreichen
Saarbrücken (pte039/20.07.2000/16:05)
Das Leibniz-Institut für neue Materialien (INM) http://www.inm-gmbh.de in Saarbrücken hat heute, Donnerstag, einen Licht-Chip vorgestellt. Dieser soll den Ausbau der Internet-Technologie beschleunigen und die Fahrzeugelektronik verbessern. Laut eigenen Angaben des Instituts ist dieser Chip "eine heiße Sache, weil die Web-Technologie erst richtig anläuft."Den Angaben des Instituts zu Folge wird das bisherige Glasfaser-Netz die Datenmengen nicht mehr schaffen, weshalb man nun ein völlig optisches Netz brauche. Die neue Technologie, d.h. die Informationsübertragung durch Lichtimpulse, mache eine relativ billige Massenproduktion der Licht-Chips möglich. Bisher wurden die optischen Bauelemente der Netzknoten mit einem mehrstündigen und kostspieligen Aufwand hergestellt. Die Nanopartikel der Glasteilchen, die für den Chip verwendet werden, haben einen rund 1.000 Mal kleineren Durchmesser als ein Haarpartikel.
Helmut Schmidt, Instituts-Chef, sieht in der neuen Entwicklung zwei Fortschritte: erstens könnten auch Hausanschlüsse für Glasfasernetze leichter realisiert werden und zweitens bieten die optischen Netzbauteile Chancen für eine Weiterentwicklung im Automobilbau. "Ein Problem drückt hier ein anderes: Immer mehr elektronische Komponenten müssen überwacht werden", so Martin Mennig, Abteilungsleiter für Glas am INM. Dies geschieht aktuell über Kupferleitungen, die aber gegenüber elektromagnetischen Felden durch die Lichtmaschine oder andere elektrische Motoren störanfällig sind. Daher suche die Industrie auf ein kostengünstiges und störungsfreies Licht-Datennetz im Auto.
Mennig gab außerdem bekannt, dass der Licht-Chip weltweit zum Patent angemeldet worden ist. Die Europäische Union hat die Entwicklung ebenso mit dem Ziel "der ersten preiswerten Glastechnologie für optische Bauteile" unterstützt wie auch Firmen aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, so Mennig. Das Projekt hat bis dato drei Jahre in Anspruch genommen. (ae) (Ende)
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