pte20000311006 in Leben
Künstliche Nasen aus Polymerschäumen geformt
In Zukunft ganze Organe auf Polymerbasis gewinnen
Cambridge/Massachusetts (pte006/11.03.2000/11:00)
Chemikern vom Massachusetts Institute of Technology http://www.mit.edu:8001/ ist es gelungen eine Schaum-Nase zu formen http://www.academicpress.com/inscight/03062000/nose.htm und sie mit Kuh-Knorpel zu füllten. http://www.academicpress.com/inscight/03062000/graphb.htm Die Forscher schufen die poröse Nase, um zu zeigen, dass sie mit Hilfe einer neuen Technik dazu in der Lage sind, winzige Poren in Polymer-Schäumen kontrolliert herzustellen.Die Forscher konnten nach dem neuen Verfahren Polymerschäume mit einer Dichte von weniger als 120 Milligramm pro Kubikzentimetern, einer Porosität von mehr als 87 Prozent und einer Oberfläche von 20 Quadratmetern pro Gramm herstellen. Die so verbesserten Schäume aus Poly-L-Milchsäure-Einheiten könnten in Zukunft dabei helfen, Ersatz-Körperteile zu schaffen, besonders solche, wie etwa Nasen. Gewebemediziner hoffen, eines Tages sogar ganze Organe auf dieser Polymerbasis gewinnen zu können.
Zunächst erschufen sie solche Schäume durch das Mischen einer Polymer-Lösung mit Salz-Kugeln. Sobald das Polymer ausgehärtet war, wurde das Salz mit Wasser aus dem "Schwamm" herausgelöst. Bislang waren die größten Fortschritte mit dünnen Gewebestrukturen wie Haut, Blut-Gefäßen, und Blasen erzielt worden (Science, 16 1999, April, p. 422 and 19 November 1999, p. 1493). Die Poren des Polymers müssen eine bestimmte Größe haben, so dass ganze lebende Zellen in ihnen unterzubringen sind.
Außerdem muss der Schaum besonders dünn sein, da sonst das Wasser nicht alle Poren erreichen kann, um das Salz zu entfernen. In der Ausgabe vom 29. Februar des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the National Academy of Sciences berichtet ein Team unter der Leitung des Chemikers Robert Langer vom Massachusetts Institute of Technology von einer neuen Methode, mit der es möglich sei auch dickere Schäume mit den gewünschten Poren-Eigenschaften herzustellen.
Langer 's Team löste dazu erst ein Polymer in einem Lösungsmittel auf und fügte dann Paraffin- oder Bienenwachsperlen statt Salz hinzu. Die Mischung wurde in eine Form gegeben und die Perlen mit einem zweiten organischen Lösungsmittel - wie Pentan - herausgelöst. Anschließend werden durch das Extrahieren beider Lösungsmittel die Perlen entfernt und das Polymer zum Erstarren gebracht. Da es bei diesem einstufigen Verfahren möglich ist, das Paraffin aus tieferliegenden Regionen des Polymers herauszulösen, lassen sich auch dickere Schaumplastiken herstellen. (inscight) (Ende)
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