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pte20000427023 in Leben

Krallen keine Lösung für Geisterfahrer-Problem

Kuratorium für Verkehrssicherheit präsentiert Studie über falsches Fahrverhalten


Wien (pte023/27.04.2000/12:52)

Geisterfahrer in Österreich sind zu 85 Prozent männliche Inländer und zu 50 Prozent unter 40 und alkoholisiert. Dies geht aus einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) http://www.kfv.or.at im Auftrag des Verkehrsministeriums http://www.bmv.gv.at hervor. Sie wurde heute, Donnerstag, in Wien präsentiert. Das KfV wolle mit den Ergebnissen das Phantom Geisterfahrer demaskieren und Gefahrenquellen und Lösungen aufzeigen, so Studie-Autor Klaus Robatsch.

Das Hauptproblem beim Geisterfahrertum ist eindeutig Alkohol am Steuer. Schilder und Warntafeln werden zu spät wahrgenommen und Fahrer sind risikofreudiger. Nur etwa jeder dritte Geisterfahrer verliert die Orientierung bei Abfahrten. Dieses Problem zieht sich durch alle Altersgruppen, ergab die Studie. 20 Prozent der Geisterfahrer fahren absichtlich falsch auf. Als Gründe dafür geben diese so genannten Kamikaze-Fahrer vergessene Regenschirme zum Beispiel oder verlorene Scheibenwischer an.

Es gebe nicht nur eine einzelne Maßnahme gegen Geisterfahrer, so Robatsch. Nur in Ausnahmenfällen sollten die Krallen zum Einsatz kommen. Der hohe Kostenaufwand stehe in keiner Relation zur Unfallreduktion. Maßnahmen zur besseren Verkehrsführung sollten eingeführt werden. Eine einheitliche und eindeutige Beschilderung für alle Einmündungs- und Übergangsbereiche bringe einen enormen Orientierungsgewinn. Derzeit führe der zu hohe Informationsgehalt von Wegweisern in Kombination mit den erlaubten Geschwindigkeiten von oft 100 km/h leicht zu Problemen. Mit gezielten Kontrollen, verschärften Sanktionen und öffentlichen Informationskampagnen sollte gegen alkoholisierte Geisterfahrer gekämpft werden. Darüber hinaus soll jeder Geisterfahrer, ob alkoholisiert oder nicht, an einer medizinischen und verkehrspsychologischen Untersuchung teilnehmen. Ein verlängerter Führerschein-Entzug wäre auch sinnvoll.

Von 1987 bis 1999 ereigneten sich 155 Geisterfahrerunfälle mit Personenschaden in Österreich. Dabei wurden 74 Menschen getötet und 177 Personen schwer verletzt. (Ende)
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