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pte20000219010 in Forschung

Kostengünstige Herstellung von Aerogel

Thermisch und elektrisch isolierendes Material für Raumfahrzeuge


Obninsk/Russland (pte010/19.02.2000/11:45)

Normalerweise verläuft die Herstellung eines Aerogels in drei Stufen: zuerst wird eine kolloidale Lösung hergestellt, dann das Wasser durch organische Lösungsmittel ersetzt und man erhält Alcogel. Zum Schluss wird das Alcogel in speziellen Autoklaven getrocknet. Ein neues Produktionsverfahren wurde von Forschern des Leipunsky Physioenergetic Instituts, im russischen Obninsk http://www.okclub.org/ entwickelt. Die neue Herstellungstechnik basiert auf der Oxydation von Aluminium, das in flüssigem Gallium gelöst ist.

Die Wissenschaftler benutzten den Vorteil, dass Aluminium eine höhere Sauerstoff-Affinität als Gallium hat. Sie lösten ein Prozent Aluminium in flüssigem Gallium und bliesen Argon gemischt mit Wasserdampf durch die Schmelze. Das Aluminium wurde oxydiert und das daran gebundene Wasser durch Tempern verdampft. Mit optimierten Bedingungen reagiert das Gallium nicht mit dem Wasserdampf und es kann mehrmals benutzt werden. Ein Teil des Aerogels besteht aus langen amorphen Aluminium-Fasern mit einer Dicke von 20 - 100 nm. Die Morphologie ändert sich nicht wesentlich, wenn das Aerogel bei Temperaturen unter 1300°C getempert wird. Eigenschaften des Aerogels

Eingesetzt werden kann das Aerogel als thermisch und elektrisch isolierendes Material in Raumfahrzeugen, irdischen Hoch-, Mittel- und Tieftemperatur-Bauteilen. Nachfolgende Untersuchungen sollen nun klären, in wieweit das Aerogel absorbierende und katalytische Eigenschaften besitzt, die kommerziell genutzt werden können. Die neue Herstellungstechnik bietet einen großen Vorteil: sie kommt ohne Reinraum aus. Mit der Vorrichtung im Institut können 0,56 l in 24 Stunden produziert werden. Die Forscher suchen noch nach interessierten Unternehmen, die diese Technik mit ihnen zusammen zur Marktreife entwickeln wollen. Informationen: Dr. Radomir Ashadullin, Leipunsky Physioenergetic Institute, Obninsk, Russland, Email: martinov@okclub.org (stpnews) (Ende)
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