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pte20000506003 in Leben

Kosten für Medizin explodieren

Traditionelle chinesische Medizin soll aus der Misere helfen


Wien (pte003/06.05.2000/10:00)

Die medizinische Behandlung wird immer teurer. Pro Kopf kostet sie jährlich rund 30.000 Schilling trotzdem müssen 70 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer aus Gesundheitsgründen in Frühpension gehen. Bei einer Gesamteinwohnerzahl von rund 8,1 Mio. fallen jährlich über 2,1 Mio. Krankenhausaufenthalte an. Das bedeutet, dass jeder vierte Österreicher einmal jährlich im Krankenhaus liegt. Trotz High-Tech-Methoden bewältigt die Schulmedizin die große Zahl der immer älter und kranker werdenden Bevölkerung nicht mehr. Zu dem stellt die Situation die Krankenkassen vor unlösbare finanzielle Probleme.

"Wir kennen bis heute 238.000 Krankheiten, von denen wir allerdings nur wenige problemlos heilen können. Ich kann einen Patienten den Appendix herausschneiden, wenn er an einer Blinddarmentzündung leidet, doch leider ist eine derart einfache Behandlung bei den wenigsten Erkrankungen möglich", sagt Andreas Bayer, Präsident der TCM-Akademie http://www.tcm-academy.org und Professor der Kyung San Universität in Los Angeles zu pressetext.austria. "Eine Alternative bietet die traditionelle chinesische Medizin, die eine differenzierte Grundstruktur der Weltanschauung in den Heilungsprozess einfließen lässt", so Bayer. Chinesisches Denken sei zyklisch und auf das Ganze abgestimmt, während westliches Denken von Messen, Messbarkeit und Befundorientiertheit dominiert sei, so Bayer.

Das führe auch dazu, dass bei fünf gleichen Symptomen westliche Mediziner von einem Krankheitsbild ausgehen, während chinesische Mediziner fünf verschiedene Krankheitsbilder erkennen, da fünf individuell verschiedene Menschen dahinter stehen, so der Arzt. "Die Schulmedizin ist gut im Reparieren von Defekten, aber schlecht im Vorbeugen", so Bayer. Gerade darum gehe es aber, wenn die explodierenden Kosten angesprochen werden.

Bis zum 55. Lebensjahr ist jeder berufstätige Österreicher Nettozahler am Sozialsystem, ab dem 60. Lebensjahr ist er Nettokonsument. Das bedeutet, dass innerhalb dieser fünf Jahre die gesamten eingezahlten Beträge verbraucht werden. Das heisst auch, dass dieses System bei sinkender Geburtenrate einfach unfinanzierbar wird. "Eigentlich gibt es nur drei Lösungsvarianten aus dieser Misere", so Bayer. Das schwedische Modell, bei dem die Nettozahler noch höhere Beiträge zahlen, das englische Modell, bei dem die Sozialleistungen einfach reduziert werden und die Beschäftigten den Pensionisten bei Behandlungen vorgezogen werden. Eine weitere Variante könnte darauf fokussieren, dass die Menschen gesund bleiben, das heißt eine vorbeugende Behandlung.

"Diese Vorbeugung zielt insbesondere auf die häufigsten Leiden der Österreicher ab, dazu zählen Herz-Kreislauferkrankungen, die auch Todesursache Nummer eins sind, Krankheiten des Bewegungsapparats und Vorsorge gegen Krebserkrankungen", sagt Bayer. Die TCM ziele ganz besonders auf das Befinden der Patienten ab, egal ob Befunde von einer Erkrankung sprechen oder nicht. Letztlich sei das Wohlbefinden eines Menschen aber ausschlaggebend für die Beurteilung des Gesundheitszustandes. "Die TCM kann auch bei Krebserkrankungen eingesetzt werden, denn sie schafft es, die Lebensqualität wieder herzustellen." Diese sei nach schulmedizinischer Behandlung häufig abhanden gekommen, erklärt der Arzt.

Am Mittwoch den 10.5.2000 diskutieren in der Content Factory, Gierstergasse 11, 1120 Wien ab 11 Uhr Prof. Dr. Andreas Bayer, Prof. Dr. Friedrich Wallner, Institut für interdisziplinäre Forschung der Universität Wien und Prim. Prof. Dr. Helmut Nissel, Präsident der österreichischen Gesellschaft für Akupunktur http://www.akupunktur.at zum Thema "Westliche Medizin in der Sackgasse? - Krankheitsmodelle im Konflikt - Schulmedizin versus östliche Heilmethoden". Die Diskussion wird live im Internet unter http://www.ptv.at und http://www.diepresse.at übertragen. (ww) (Ende)
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