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pte20000707011 in Leben

Kosmos sehr fein auf Leben abgestimmt

Winzige Veränderungen in fundamentalen Kräften machen Existenz unmöglich


Wien (pte011/07.07.2000/11:21)

Wissenschaftler aus Wien, Budapest und München haben bewiesen, wie fein das Universum auf das Leben abgestimmt ist. Bei nur sehr kleinen Veränderungen in den fundamentalen Kräften, die zur Erzeugung vom Kohlenstoff und Sauerstoff führen, wäre das Leben nicht mehr möglich. Der Österreicher Heinz Oberhummer (Bild), Vorstand des Instituts für Kernphysik der Technischen Universität Wien http://www.tuwien.ac.at , hat heute, Freitag, die Studienergebnisse präsentiert. Diese erscheinen auch in der aktuellen Ausgabe von "Science".

Es ist schon bekannt, dass der Tripel-Alpha-Prozess, bei dem Kohlenstoff in Roten Riesensternen erzeugt wird, von zwei fundamentalen Kräften, die "starke" und die "elektromagnetische" (Coulomb), abhängt. Die Wissenschaftler haben sich die Frage gestellt, wie sehr die beiden Kräften verändert werden können, so dass ausreichend Kohlenstoff und Sauerstoff noch gebildet werden.

Das Ergebnis sei überraschend, so die Forscher. Eine Abweichung von 0,5 Prozent für die "starke Kraft" würde bereits dazu führen, dass im Universum kein Kohlenstoff oder Sauerstoff und damit auch kein Leben existieren könnte. Bei der elektromagnetischen Kraft wäre eine Abweichungen von vier Prozent kritisch. Bei den Veränderungen werde die Erzeugung von Kohlenstoff und Sauerstoff um 30 bis 1.000 Mal reduziert, berichten die Forscher.

Die Forschungsergebnisse zeigten, wie fein der Kosmos abgestimmt sei, um Leben zu ermöglichen, teilte Oberhummer mit. Sie hätten Auswirkungen auf die Konstruktion von fundamentalen Theorien der Teilchenphysik und seien auch von Bedeutung für andere Gebiete wie etwa Kosmologie oder sogar Theologie.

Siehe: http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/289/5476/88 (Ende)
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