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pts20210523001 Umwelt/Energie, Politik/Recht

Konventionelle Holzheizungen sind nicht klimaneutral

Mit der Förderung der Holzfeuerung konterkariert die EU ihre eigenen CO2-Zielsetzungen


Nussbaumen (pts001/23.05.2021/12:30) - In ihrem Bestreben, zur forcierten CO2-Reduktion die erneuerbaren Energien vorbehaltlos zu fördern und dabei alle verfügbaren Register zu ziehen, ist die EU auch auf das Brennholz gestossen, welches sie flugs als CO2-neutral und demzufolge im schroffen Gegensatz zum Heizöl als förderwürdig bezeichnete. Vermutlich hatten die zuständigen Entscheidungsträger bei dieser Empfehlung entweder gepfuscht oder die zur Beurteilung der Frage erforderlichen physikalischen und mathematischen Gundkenntnisse vermissen lassen. Denn Holz ist zwar durchaus ein erneuerbarer Energieträger; dies aber nur in einer ausgesprochen langfristigen Perspektive.

Zur Erfüllung der Vorgaben des Pariser Klimaabkommens von 2015 mit seiner Deadline von 2050 vermögen konventionelle Holzfeuerungen denn auch null und nichts beizutragen - im Gegenteil: Holz setzt pro erzeugter Kilokalorie 16 % mehr CO2 frei als Anthrazit, 42 % mehr als Heizöl und 95 % mehr als Erdgas. Zugleich vermag ein Baum, der mit 40 Jahren eine Lebenserwartung von weiteren 50 Jahren hat, um Potenzen mehr CO2 zu absorbieren als ein als Ersatz gepflanztes Bäumchen aus einer Forstbaumschule. Dieser Sachverhalt hat zur Folge, dass eine konventionelle Holzfeuerung über viele Jahre in Betrieb stehen muss, um CO2-spezifisch nur schon mit einer modernen Ölheizung gleichziehen zu können.

Ein Forstingenieur der kanadischen Forstverwaltung hat berechnet, wie viele Jahre ins Land gehen müssen, bis eine Holzfeuerung gesamthaft weniger CO2 ausstösst als eine Anlage gleicher Leistung, die mit fossilen Energieträgern befeuert wird. Und er gelangte zu folgenden Ergebnissen: Wird bei einer Feuerungsanlage der Brennstoff Anthrazit durch Brennholz von durchschnittlich 45-jährigen Bäumen ersetzt, so dauert es mindestens 70 Jahre, bis die CO2-Bilanz den Gleichstand erreicht. Noch drastischer fällt der Vergleich beim Ersatz einer Öl- durch eine Holzheizung aus: Hier dauert es bis zum Erreichen des Gleichstands bis zu 100 Jahre.

Fazit: Wer heute den Empfehlungen der EU sowie der deutschen und schweizerischen Energie- und Umweltbehörden Folge leistet und bestehende Ölheizungen durch konventionelle Holzheizungen ersetzt, erweist dem Klimaschutz einen Bärendienst. Was umso schwerer wiegt und umso absurder erscheint, als die kontraproduktive Schildbürgerei der EU und der ihren Empfehlungen folgenden Nationen durchaus Erfolge zeitigt.

Dank grosszügiger Subventionen, die von manchen Staaten für den Bau und den Betrieb von Holzheizungen und Holzkraftwerken ausgerichtet werden, gelangt immer mehr Holz in die Verbrennung und Verstromung: Schätzungsweise wird heute rund ein Viertel aller in Europa gefällten Bäume zu Feuerungszwecken verwendet. Und selbst dadurch ist die zweifelhafte Geschichte noch nicht zu ihrem negativen Ende gelangt. Denn rund ein Drittel der Biomasse der mit dem Ziel der Brennholz-Produktion geschlagenen Bäume landet nicht im Holzofen oder im Holzkraftwerk, sondern verrottet im Wald - und setzt dadurch weitere grosse Mengen an CO2 frei, die die CO2-Bilanz der Holzenergie weiter negativ belasten.

Dabei gäbe es durchaus eine reelle Möglichkeit, den Wald zugunsten einer positiven CO2-Bílanz zu nutzen. Bloss wird die Biomasse dabei nicht verbrannt, sondern pyrolysiert. Dies mit einem Verfahren, welches das Köhlerhandwerk seit Jahrhunderten zur Produktion von Holzkohle nutzt. Bei den Biopyrolyse-Systemen moderner Bauart werden Holz und andere organische Materialien aller Art (von den Ernteabfällen über Tierkadaver bis hin zum Klärschlamm) zu Prozesswärme und Biokohle umgewandelt. Bei der letzteren handelt es sich um ein interessantes biologisches Produkt mit immensem Marktpotenzial. Weitere entscheidende Vorteile: Pyrolyse-Heizungen weisen von der ersten Betriebsminute an eine positive CO2-Bilanz auf und können für die Ausgabe von CO2-Zertifikaten genutzt werden, welche ebenfalls substanziell zur Rentabilität und zur Refinanzierung der Anlagen beitragen.

Zusätzliche Vorteile der Pyrolysetechnik bildet die Möglichkeit, nebst den Holzstämmen auch die Forstabfälle zu verwerten, die damit ebenfalls zur Kohlenstoff-Rückgewinnung beitragen können. Ausserdem können entsprechende Anlagen auch für die Verwertung anderer organischer Materialien genutzt werden, wodurch sich deren Nutzwert und Rentabilität erhöht. Dazu müssten sich die zuständigen Behörden jedoch als lernfähig erweisen und sich zunächst in die einschlägige Fachliteratur vertiefen, ehe sie sich daran machen, womöglich gleich den nächsten Rohrkrepierer zu zünden, mit dem sie wiederum - wie das in jüngerer Zeit Usanz geworden ist - Gefahr laufen, den eigenen deklarierten Zielsetzungen zuwiderhandeln.

Mehr über die Technologie des CO2-Recyclings, deren Implementierung und deren Kosten/Nutzen-Relation ist der Webpage http://www.koberec.org zu entnehmen. Dort finden sich auch weitere Informationen über die von der "Arbeitsgemeinschaft Innovationscontainer" betriebene Gründung einer genossenschaftlich strukturierten NGO (Non Governmental Organization), deren Aufgabe es sein wird, die Biopyrolyse-Technologie und deren Proliferation zu fördern wie auch ein reales, auf Kohlenstoff-Recycling basierendes Zertifikate-System zu deren Bewirtschaftung und Refinanzierung zu schaffen.

(Ende)
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Website: www.koberec.org
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