Kontaktallergie: Haut erinnert sich an frühere Belastung
Studie erklärt, warum manche Patienten viel rascher reagieren
Kopenhagen (pte017/13.07.2021/10:30)
Abhängig davon, welcher Teil des Immunsystems für diese Reaktion verantwortlich ist, unterscheiden Forscher traditionell zwischen unmittelbaren und verzögerten allergischen Reaktionen. Kontaktallergien zählen zu letzteren. Eine Studie des LEO Foundation Skin Immunology Research Center https://sic.ku.dk an der Universität Koipenhagen verändert jetzt diese Auffassung grundlegend. Laut Erstautor Anders Boutrup Funch entwickeln manche Patienten viel früher eine allergische Kontaktdermatitis als in der Literatur beschrieben wird.
Allergen-Gedächtnis
Bei Heuschnupfen oder Lebensmittelallergien treten sofortige Symptome auf. Es kann jedoch Tage dauern, ehe die Haut beispielsweise auf Nickel oder Parfum reagiert. Bei Manchen Patienten geht es aber doch schnell. Ziel der Studie war herauszufinden, warum manche auf Kontaktallergene so viel rascher reagieren. „Es zeigt sich, dass wenn ein Teil der Haut dem Allergen zum ersten Mal ausgesetzt ist, entwickeln die Zellen innerhalb dieses spezifischen Hautbereichs ein lokales Gedächtnis gegenüber diesem Kontaktallergen", so Boutrup Funch. Wird der gleiche Hautbereich später wieder dem Allergen ausgesetzt, entwickelt der Patient innerhalb von nur 12 Stunden eine deutliche Reaktion."
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