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pte20000414015 in Leben

Konservierungsstoffe im Essen bekämpfen Karies

Benzoate, Sorbate und ähnliche Substanzen gesünder als vermutet


Rochester (pte015/14.04.2000/11:15)

Benzoate, Sorbate und ähnliche Konservierungsstoffe in Lebensmitteln sind offenbar gesünder als oft vermutet: US-Forscher stellten fest, dass sie die zahnschützende Wirkung von Fluoriden http://www.bzaek.de/wichtig/facharti/fach010.htm , etwa in der Zahnpasta, merkbar verstärken. "Dies ist ein zufälliger Vorteil unserer heutigen Ernährungsgewohnheiten", erklärt William Bowen, Professor der Zahnmedizin am University of Rochester Medical Center http://www.rochester.edu/ und Leiter der Studie. "Doch auf Zufall kann man sich nicht verlassen, um die Zähne zu schützen. Vielleicht gibt es einen strukturierteren Weg, daraus einen Nutzen zu ziehen, zum Beispiel, indem man die Konservierungsstoffe in die Zahnpasta gibt". Bis dahin - und überhaupt - solle aber jeder versuchen, regelmäßig die Zähne zu putzen, und Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt zu meiden. Dazu gehörten etwa die meisten Soft-Drinks, wie Cola und Konsorten.

Die aktuelle Studie, vorgestellt auf dem Jahrestreffen der International Association of Dental Research, baut auf Forschungsergebnissen des Rochester-Mikrobiologen Robert Marquis auf. Er hatte herausgefunden, dass viele Konservierungsstoffe ähnliche Effekte bewirkten wie Fluorid. Bowen übertrug diese Erkenntnisse vom Reagenzglas auf Versuche mit Laborratten: Die Tiere bekommen Karies http://www.zahngesund.de/lexikonk.htm und Löcher in den Zähnen fast genauso wie Menschen, und die selben Gegenmittel zeigen bei beiden eine vergleichbare Wirkung. Einer der Versuche verglich die Karieslöcher bei unterschiedlichen Zusatzstoffen: Manche Ratten bekamen Fluorid zur Nahrung, andere Benzoate, manche bekamen beides und die Vergleichsgruppe "ging leer aus". http://www.eurekalert.org/releases/uor-esf040500.html

Generell verminderte das Fluorid die Zahl der auftretenden Löcher, statt durchschnittlich 16 Zahnlöchern nach drei Wochen bekamen sie nur zwei. Der Effekt von Fluorid war aber besonders groß bei Tieren, die auch Benzoate erhalten hatten. Im Schnitt weniger als ein Loch bekamen Ratten, die Fluorid und 0,1 Prozent Benzoat erhielten, und bei Fluorid und 0,2 Prozent Benzoat blieben die Zähne ganz von Löchern verschont. Diese Prozentanteile sind übliche Mengen, wie sie Lebensmitteln zugesetzt werden. Auch in unbehandelter Nahrung finden sich Benzoate, so etwa in Preiselbeeren, Pflaumen oder Zimt.

Die Versuche untermauern auch noch einmal die Hypothese aus den Fünfziger Jahren, dass Fluorid nicht wirkt, indem es die Zähne remineralisieren lässt und so kleine Löcher schon vor dem Größerwerden "stopft" - stattdessen solle Fluorid die Bakterien hemmen, die sich von Zuckern ernähren und die zahnschmelzschädigende Säure produzieren. Fluorid und die Konservierungsstoffe machen es den Bakterien schwer, ihren idealen pH-Wert aufrechtzuerhalten, so dass sie zur Säureproduktion nicht mehr in der Lage sind. Informationen: Tom Rickey, E-Mail: trickey@admin.rochester.edu (wsa/EurekAlert) (Ende)
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