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pte20000807015 in Leben

Kombination von Wärme- und Strahlenbehandlung gegen Prostatakrebs

Therapiestudie startet im September 2000 - Innsbrucker Spezialist nicht überzeugt


Freiburg/Wien (pte015/07.08.2000/10:49)

Forscher haben mit der Kombination von Strahlen- und Wärmetherapie ein neues Verfahren zur Heilung von Prostatakrebs entwickelt. Das Team der Universität Freiburg http://www.uni-freiburg.de startet im September 2000 gemeinsam mit der Berliner Universitätsklinik Charite http://www.charite.de eine Therapiestudie. Die Deutsche Krebshilfe http://www.krebshilfe.de unterstützt die so genannte interstitielle Radiothermotherapie mit mehr als 1,5 Mio. DM.

Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebsart beim Mann, die zum Tod führt. Jährlich erkranken rund 30.000 Männer. Ist der Tumor auf die Prostata beschränkt, ist eine operative Entfernung in den meisten Fällen möglich. Laut Krebshilfe werden 60 bis 80 Prozent der Patienten durch diesen Eingriff impotent oder klagen über Schwierigkeiten beim Urinieren.

Die Mediziner erwärmen das kranke Gewebe vor der Bestrahlung auf mehr als 42 Grad. Die Krebszellen sollen dann besser auf die Bestrahlung ansprechen. Bis jetzt wurden die Tumore bereits von innen mit Hilfe von Hohlnadeln bestrahlt, die in den Tumor implantiert wurden. Die interstitielle Radiothermotherapie verwendet diese Hohlnadeln zusätzlich für die gleichmäßige Erwärmung des Gewebes.

Die Kombination von Strahlen- und Wärmetherapie erfordert laut den Wissenschaftlern eine äußert genaue Therapieplanung. Die implantierten Hohlnadeln dienen als Kanal für die Wärmeantennen und das radioaktive Material. Entscheidend sei dabei die Position der Hohlnadeln. Sie müssten gewährleisten, dass im gesamten Tumorgewebe eine einheitliche Temperatur und eine einheitliche Strahlendosis abgegeben wird.

Georg Bartsch, Vorstand der Innsbrucker Universitätsklinik für Urologie, erklärte gegenüber pressetext.austria, dass die neue Kombinationstherapie die gezielte Früherkennung durch Screeningprogramme wie den PSA-Test nicht ersetzen könne. Eine frühzeitige Operation durch erfahrene Spezialisten führe in der Regel weder zu Impotenz noch Inkontinenz. Bartsch plädiert für eine verbesserte Ausbildung für Urologen und die Weiterentwicklung bestehender Operationsmethoden. Ein Tumor könne nie ausbestrahlt werden. (Ende)
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