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pte20000816027 in Leben

Koffein soll Cola-Verkauf ankurbeln

Forscher und die National Soft Drink Association streiten um die Funktion des Koffeins


Baltimore/Maryland (pte027/16.08.2000/14:00)

Forschungen an der John Hopkins University http://www.jhu.edu haben ergeben, dass Koffein in Cola-Getränken für den Geschmack kaum einen Unterschied macht. Bisher galt der Geschmack als Hauptargument der Getränkeindustrie für den Zusatzstoff. In einem Test gelang es nur zwei Personen, das Koffein bei der üblichen Dosis von 0,1 Milligramm pro Milliliter herauszuschmecken.

23 der 25 regelmäßigen Cola-Trinker bemerkten den Unterschied erst bei wesentlich höheren Dosen jenseits des gesetzlich zugelassenen Rahmens. Roland Griffiths, Leiter der Studie wies darauf hin, dass es auffällige Parallelen zwischen der Vermarktung von Nikotin und Koffein gebe. In beiden Fällen werde eine psychoaktive Substanz angeblich als Geschmacksverbesserung zugesetzt. Laut Griffiths setze die Getränkeindustrie eine schwach suchterzeugende, stimmungsverändernde Substanz bei, die ganz sicher dafür verantwortlich sei, dass die Menschen weit mehr Soft-Drinks mit Koffein trinken als ohne.

Die National Soft Drink Association (NSDA) http://www.nsda.org kritisiert diese Studie, da sie durch die geringe Probandenzahl nicht repräsentativ sei. Außerdem wäre sie zu wenig wissenschaftlich untermauert und gebe vorwiegend die Meinung des Forschungsleiters wider. Peter Herbst vom Österreichischen Getränkeinstitut http://act.ifgh.ac.at/Aufdat/Institut_details.asp?InstitutID=30 :" Laut Codex 26b muss eine bestimmte Menge an Koffein zugesetzt werden, um als Cola verkauft werden zu können. Der typische Geschmack von Cola ergibt sich durch Aromastoffe, die unter anderem durch den Zusatz von Zucker und Säuren, wie zum Beispiel der Phosphorsäure entstehen". Die Phosphorsäure, so Herbst, sei in der vorliegenden Form nicht schädlich, hätte keine Nebenwirkungen und werde als Säureregulator benötigt.

Rund siebzig Prozent aller Soft-Drinks in den USA enthalten Koffein. Die koffeinfreien Varianten der beliebtesten Sorten Coca-Cola und Pepsi halten einen Marktanteil von nur 5%. Griffiths verlangt mehr Aufklärung über das Koffein in Erfrischungsgetränken. (Ende)
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