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pte20190613010 Forschung/Technologie, Politik/Recht

Klimawandel erhöht Risiko für bewaffnete Konflikte

Zusätzliche Wahrscheinlichkeit für Kriege ist etwa fünfmal so hoch wie im 20. Jahrhundert


Wasserknappheit in Afrika ist schon heute ein großes Problem (Foto: oxfam.org)
Wasserknappheit in Afrika ist schon heute ein großes Problem (Foto: oxfam.org)

Hamburg (pte010/13.06.2019/10:30) - Die Erderwärmung wird im Kampf um überlebenswichtige Ressourcen öfter zu bewaffneten Konflikten führen. Dies zeigt eine neue Studie unter Leitung der Stanford University http://stanford.edu mit Beteiligung der Universität Hamburg http://www.uni-hamburg.de . Darin haben 14 Experten aus verschiedenen Ländern und Disziplinen den Forschungsstand zusammengefasst. Details wurden im Fachmagazin "Nature" publiziert.

"Ergebnisse bemerkenswert"

Den Fachleuten zufolge wird das Risiko für bewaffnete Konflikte durch das Klima beeinflusst. Für das vergangene Jahrhundert schwanken ihre Schätzungen für klimabedingte Konfliktrisiken innerhalb von Staaten zwischen drei und 20 Prozent. Co-Autor Jürgen Scheffran vom Hamburger Exzellenzcluster "Climate, Climatic Change, and Society": "Die Ergebnisse sind bemerkenswert, weil hier kontroverse Positionen überbrückt werden. Dadurch wird es möglich, gemeinsame Aussagen über Konflikte durch den zukünftigen Klimawandel zu machen."

In einem Szenario mit vier Grad Erwärmung - wenn die Emissionen von Treibhausgasen nicht radikal reduziert werden - könnte das Risiko für bewaffnete Konflikte im Mittel um 26 Prozent gegenüber einer Welt ohne menschengemachten Klimawandel steigen. Damit wäre das zusätzliche Konfliktrisiko durch Klimawandel etwa fünfmal so hoch wie das im 20. Jahrhundert. Der Begriff "Konfliktrisiko" umfasst den Experten nach die Häufigkeit und die Intensität von Konflikten, was zum Beispiel Dauer, Opferzahlen oder Schadenshöhe einschließt.

Pariser Klimaabkommen einhalten

Die Prognose fällt ernüchternd aus. Selbst wenn das Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 erreicht würde und sich die globale Temperatur nur um zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau erhöht, würde der mittlere Klimaeinfluss auf Konflikte um 13 Prozent steigen. Dies ist mehr als das Doppelte, so die Wissenschaftler. Faktoren wie Armut, politische Instabilität, gesellschaftliche Ungleichheit und vorangegangene Kämpfe in einer Region haben einen weit stärkeren Einfluss auf das Konfliktrisiko als das Klima.

Allerdings, so die Forscher, kann der Klimawandel auf diese Konfliktfaktoren wirken und so indirekt Konflikte und damit verbundene Gewalt verstärken. Wie genau das Klima bewaffnete Konflikte beeinflusst, bleibt unsicher. "Wie komplex die Wechselwirkungen sind, dokumentiert ein mehrere hundert Seiten umfassender Anhang. Hierzu gehören extreme Wetterereignisse, unzureichende Versorgung mit Wasser und Nahrung sowie die klimabedingte Migration, die Ungleichheiten und Spannungen in der Bevölkerung verstärken können", so Scheffran.

(Ende)
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