pte20100705001 in Leben
Kirgisien: Ethnischer Konflikt nur vorgeschoben
Fokus der Medien auf Volksgruppen kann Land weiter spalten
Berlin (pte001/05.07.2010/06:10)
Die Lage in Kirgisien verschärft sich nur unnötig, wenn Politiker und Medien die jüngsten Konflikte in der Ex-Sowjetrepublik vereinfacht als Auseinandersetzung von Volksgruppen darstellen. Das betont Sophie Roche, Ethnologin am Zentrum Moderner Orient http://www.zmo.de . "Man wird der Situation viel eher gerecht, wenn man die Spannungen als Folge der wachsenden Bevölkerung, der Jugendarbeitslosigkeit oder des Ressourcenkampfes ansieht. Die Ethnisierung, die die Medien betreiben, schaukelt die Lage nur auf und verhindert Frieden", so die Forscherin im pressetext-Interview.
Profitieren Sie von
unabhängigem Journalismus!
Lesen Sie mit pressetext Abo+ weiter und unterstützen Sie
Qualitätsberichterstattung für nur 1 EUR pro Woche!
Das Angebot beläuft sich auf 1 EUR pro Woche bzw. 49 EUR im Jahr
– und das, solange Sie wollen. Sie bleiben flexibel, denn Ihr pressetext Abo+
passt sich an Ihre Lesegewohnheiten an und ist jederzeit kündbar
