pte20000705032 in Leben
Kiotoziel verlangt zukünftig 35.000 Holzöfeninstallationen jährlich
120 Biowärme-Installateure in Österreich zertifiziert
Wien (pte032/05.07.2000/15:03)
Herkömmliche Heizmaterialien wie Öl und Kohle sollen zukünftig verstärkt durch das umweltfreundlichere Holz abgelöst werden. In diesem Sinn hat heute, Mittwoch, Landwirtschaftsminister Molterer 120 österreichische Installateure mit dem Zertifikat "Biowärme-Installateure" ausgezeichnet. "Durch das Verbrennen von einem Liter Öl werden 2,9 kg CO2 an die Umwelt freigegeben", bemerkte Heinrich Kopetz, Obmann des österreichischen Biomasse-Verbands."Wollen wir die Kriterien von Kioto einhalten, die für Österreich bis 2010 eine Kohlendioxidreduktion von 30 Prozent vorsehen, müssen in sieben bis acht Jahren mindestens 30.000 bis 35.000 Holzheizungen jährlich installiert werden", so der Obmann weiter. Derzeit werden jährlich rund 4.000 derartige Installationen durchgeführt.
"Eine direkte Betroffenheit ist bezüglich CO2-Emmisionen bei der österreichischen Bevölkerung leider noch nicht in dem Ausmaß wie beispielsweise beim Müllproblem gegeben", so Landwirtschaftsminister Molterer. Hinsichtlich Nachhaltigkeit und erneuerbarer Energien sei es aber unbedingt notwendig, die Bevölkerung auf die Alternative der Holzöfen und -heizungen aufmerksam zu machen. Die Biowärme-Installateure würden, so der Landwirtschaftsminister, zu Botschaftern der Nachhaltigkeit und somit auch zu wichtigen Meinungsbildnern werden.
50 Prozent der Energiegewinnung werden derzeit für Wärmeerzeugung aufgebraucht. Holz weist, österreichweit betrachtet, im Gegensatz zum Öl die Eigenschaft auf, dass es sich einerseits um eine erneuerbare Energiequelle handelt. Andererseits wird es sich zukünftig auch als stabiler erweisen, als das vom arabischen Raum abhängige Öl.
Der Auszeichnung ging eine Seminarreihe voraus, die vom österreichischen Biomasse-Verband http://www.biomasseverband.at initiert wurde. Der Verband wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen und weist derzeit 12.000 Mitglieder aus Industrie, Landwirtschaft, Politik und Umwelt auf. Eine Fortführung der Biowärme-Seminarreihe ist vom österreichischen Biomasse-Verband für das erste Quartal 2001 geplant. (Ende)
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