pte20000914013 in Forschung
Kieselsäure macht Kunststoffe stabiler
Neues Material bis 400 Grad Celsius hitzebeständig
Columbus/Ohio (pte013/14.09.2000/11:00)
Kieselsäure stärkt nicht nur Knochen, Zähne und Fingernägel, sondern auch Kunststoffe. John Lannutti von der Ohio State University http://www.er6.eng.ohio-state.edu/mse/ und seine Mitarbeiter haben eine Mischung aus Kunststoff und Kieselsäure entwickelt, die sich als deutlich belastungsresistenter als gängige faserverstärkte Kunststoffe erweist. Das erst kürzlich patentierte, leichte Material ist bis 400 Grad Celsius hitzebeständig und könnte daher in Autos und Flugzeugen auch in Motoren-Nähe zum Einsatz kommen. http://www.acs.ohio-state.edu/units/research/archive/tufplast.htmDer neue Werkstoffs verteilt die Wucht eines Aufpralls auf Millionen winziger Kieselsäurepartikel, die mit 50 Nanometer Durchmesser hundertmal kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. "Auf diese Weise können wir eine Härte schaffen, die auf der Nanoskala beginnt", erklärt Lannutti den Erfolg seines Projekts. Ein weiterer Vorteil des Materials: Auch bei stärkeren Erschütterungen löst sich der Kunststoff nicht von den Teilchen. Grund dafür ist die große Verbindungsfläche zwischen den beiden Materialien. Die ergibt sich aus der hohen Porösität der Kieselsäure. So bleibt der bei der Herstellung geschmolzene Kunststoff nicht nur auf den winzigen Siliziumdioxidpartikeln, sondern auch in deren nur wenige Nanometer großen Poren kleben. Informationen: John Lannutti, E-Mail: Lannutti.1@osu.edu (Ende)
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