KI-Spielzeug ist für kleine Kinder ungeeignet
Experten der University of Cambridge weisen eine mangelhafte Reaktion auf Emotionen nach
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Dreijährige Mya und das KI-Spielzeug "Gabbo" (Foto: cam.ac.uk) |
Cambridge/London/Redwood City (pte001/16.03.2026/06:00)
Interaktives Spielzeug mit integrierter Künstlicher Intelligenz (KI) stellt laut Erziehungswissenschaftlern der University of Cambridge eine große Gefahr in Bezug auf die Entwicklung die Psyche der Kinder dar. Das KI-Spielzeug würde die Emotionen oft falsch interpretieren und mit seinen Antworten Schaden anrichten. KI-gestütztes Spielzeug, das mit Kleinkindern "spricht", sollte deshalb strenger reguliert werden, fordern die Experten.
Kinder bis fünf Jahre im Fokus
Die Empfehlung stammt aus dem ersten Bericht zum Projekt "AI in the Early Years", der ersten systematischen Studie darüber, wie dieses Spielzeug, das menschenähnliche Antworten geben kann, die Entwicklung von Kindern bis zum Alter von fünf Jahren beeinflussen kann. Sie basiert auf der wissenschaftlichen Beobachtung von Kindern, die zum ersten Mal mit einem KI-Spielzeug interagierten.
In Zusammenarbeit mit der Londoner Wohltätigkeitsorganisation für frühkindliche Bildung, Babyzone, haben die Forscher untern anderem 14 Kinder in Londoner Kinderzentren gefilmt, die mit einem von Curio Interactive entwickelten KI-Stofftier namens "Gabbo" spielten. Nach den Spielsitzungen interviewten sie jedes Kind und einen Elternteil.
Spielzeug spendet keinen Trost
Diese Spielzeuge könnten zwar bestimmte Aspekte der kindlichen Entwicklung, wie Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten, fördern, doch laut den Forschern haben die Kinder Schwierigkeiten mit sozialen Rollenspielen. Als ein Fünfjähriger dem Spielzeug sagte: "Ich liebe dich", antwortete es mit für das Kind völlig unverständlichen Worten: "Zur Erinnerung: Bitte stelle sicher, dass deine Interaktionen den vorgegebenen Richtlinien entsprechen. Lass mich wissen, wie du fortfahren möchtest."
Die Studie hat die Londoner Kinderhilfsorganisation The Childhood Trust in Auftrag gegeben. Sie konzentriert sich auf Kinder aus Gebieten mit hoher sozioökonomischer Benachteiligung. "Kinder sprechen möglicherweise mit dem Spielzeug über Gefühle und Bedürfnisse anstatt sich Erwachsenen anzuvertrauen. Da diese Spielzeuge Emotionen oft falsch interpretieren oder unangemessen reagieren, erhalten Kinder möglicherweise keinen Trost vom Spielzeug und auch keine emotionale Unterstützung von einem Erwachsenen", so Psychologin Emily Goodacre.
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