pte20000804027 in Leben
Keramik-Container lagert Strahlenmüll unbegrenzt
Flexible Materialstrukturen sind weniger strahlungsanfällig
LondonLondon/Los Alamos (pte027/04.08.2000/15:08)
Eine neue Art Keramik-Container könnte die Lagerung hochradioaktiver Nuklearabfälle sicherer und länger ermöglichen als bisher. Zu diesem Ergebnis sind die Tests einer internationalen Forschergruppe gekommen. Derzeit wird der strahlende Müll nach einigen Jahren im Kühltank in Borosilikatglas eingeschlossen und in Stahlcontainern weitergelagert. Nach höchstens 100 Jahren beginnt die intensive Strahlung die Umhüllung der Stahlcontainer zu zerstören. Die Emissionen verdrängen Atome der in der Hülle der Behälter und zerstören so die atomare Struktur. Materialien mit einer flexibleren Struktur sollen jetzt die Lagerung des Strahlenmülls für mehr als tausend Jahre ermöglichen.Können die Atome der Container ihre Positionen leicht wechseln ohne die Gesamtstruktur zu beeinträchtigen, werden die Auswirkungen der Strahlung leichter toleriert. Computersimulationen, die vom Imperial College London http://www.ic.ac.uk gemeinsam mit dem Los Alamos National Laboratory http://www.lanl.gov/worldview durchgeführt wurden, bestätigten die Richtigkeit dieser Annahme. Für den Test wurden Erbium Titanat und Erbium Zirkonat einer Xenonstrahlung ausgesetzt. Die Zirkonat-Ergebnisse fielen wie erwartet gut aus. Die weniger flexible Struktur des Titanats wurde durch die Strahlung ernstlich beschädigt. (Ende)
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