pte20000710003 in Leben
Katastrophenhilfe muss effektiver werden
Mangel an Koordination zwischen Hilfeorganisationen
London (pte003/10.07.2000/09:47)
Obwohl immer mehr Hilfsorganisationen im Einsatz sind, wird die Effektivität von Katastrophenhilfe viel zu selten unter die Lupe genommen. Damit Geld nicht verschwendet wird, müssen trotz der zum Teil erheblichen Schwierigkeiten Versuche unternommen werden, diese Einsätze zu dokumentieren und daraus zu lernen. Dafür plädieren britische Wissenschaftler in der neuesten Ausgabe der British Medical Journal. (bmj)Für Katastrophenhilfe fehle eine allgemeine umfassende Wissensbasis und Datenbank, so einer der Autoren Nicholas Banatvala, Mitglied des Expertengremiums der Organisation "Medical Emergency Relief International" (MERLIN). Ohne eine solche Initiative bestehe die Gefahr, dass Einsätze auf unterschiedlichen Ansätzen basierten. Darüber hinaus seien diese in der Regel nicht miteinander koordiniert. Es sei zum Beispiel schon seit einiger Zeit bekannt, dass dies der Fall in der Reaktionen zu der Rwanda-Krise gewesen sei.
Eine Datenbank für Katastrophenhilfe aufzubauen, sei gerade bei Einsätzen in Konfliktregionen äußerst schwierig, geben die Autoren zu. Um eine Wissensbasis zu entwickeln, müssten diverse Organisationen gemeinsame Initiativen starten. Dafür seien weitere Investitionen notwendig. Nur dann jedoch wäre es möglich, effektive und kostengünstige Lösungen zu identifizieren und zu fördern.
Siehe: http://www.bmj.com/cgi/content/short/321/7253/101 (Ende)
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