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pte20000226008 in Forschung

Kamera in Pillenform erforscht Magen-Darm-Trakt

Neue Technik soll schmerzhaftes Einführen eines Endoskops ersetzen


Glasgow (pte008/26.02.2000/11:30)

Eine winzige Kamera, in einer Pillenkapsel geschluckt, soll in naher Zukunft durch Magen und Darm reisen können und bei der Diagnose von Krebs und anderen Krankheiten im Verdauungstrakt helfen. Die 15-mm-Pille, klein genug zum problemlosen Herunterschlucken, soll die gesammelten Daten entweder direkt an einen Computer senden oder aber speichern, so dass sie nach Durchwandern des Körpers abgelesen werden können.

Diese Technik soll eines Tages das oft schmerzhafte Einführen eines Endoskops durch die Speiseröhre ersetzen, erklären britische Forscher der University of Glasgow. Patienten in entlegenen Gegenden würde die Entwicklung die Reise in eine Spezialklinik ersparen, lediglich die gesammelten Daten würden auf den Weg geschickt.

Das so genannte "Labor in der Pille" verbindet zwei bewährte Technologien: Kameras auf dem Chip und winzige, portable Geräte zur Datenanalyse. Die Kapseltechnik selbst geht auf eine Entwicklung der NASA http://www.nasa.gov/ zurück, so das Team um David Cumming, Dozent für Elektronik und Elektroingenieurwesen an der University of Glasgow http://www.elec.gla.ac.uk/ - ähnliche "Pillen" sind für die Temperaturmessung im Körper von Astronauten vorgesehen. Zudem hoffen die Forscher, dass das winzige Gerät die Gegenwart chemischer Stoffwechselprodukte, so genannter Metaboliten, bemerken kann, die auf bestimmte Erkrankungen hinweisen.

Das Herzstück der Entwicklung ist ein Mikrochip, der auf Flüssigkeitsbasis funktionieren soll. Ein Miniatur-Objektiv bildet die Spitze der Kapsel, dahinter sitzt ein Videochip mit Lichtquelle, ein Mikroantrieb, die Antenne und der System-Chip. Die größte Herausforderung für die Entwickler stellt bisher noch die Energiequelle der Kapsel dar. In drei bis fünf Jahren soll sie einsatzfähig sein. (wsa) (Ende)
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