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pte20260408017 in Forschung

Kaffeesatz schützt Häuser vor dem Auskühlen

Landwirtschaftliche Universität Shenyang: Abfall wird zum hochwirksamen Wärmedämmmaterial


Kaffeesatz: Vermeintlicher Abfall wird zum Dämmmaterial (Bild: Azur95, pixabay.com)
Kaffeesatz: Vermeintlicher Abfall wird zum Dämmmaterial (Bild: Azur95, pixabay.com)

Shenyang (pte017/08.04.2026/11:30)

Forscher der Landwirtschaftlichen Universität Shenyang machen aus Kaffeesatz ein Dämmmaterial für Hauswände. Dieses wird heute zumeist energieaufwendig aus Erdöl hergestellt. Außerdem ist das neue Material biologisch abbaubar, sodass es nach vielen Nutzungsjahren keine Belastung für die Umwelt darstellt, argumentieren die Wissenschaftler.

Biokohle entsteht

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass dieser reichlich vorhandene Abfallstrom zu einem hochwertigen Material upgecycelt werden kann, das ebenso gut funktioniert wie kommerzielle Dämmprodukte, dabei aber weitaus nachhaltiger ist", sagen Biotechniker Sung Jin Kim und Seong Yun Kim von der Landwirtschaftlichen Universität Shenyang.

In einem ersten Schritt haben sie Kaffeesatz in hochporöse Biokohle umgewandelt. Das gelingt durch Erhitzen des Materials unter Luftabschluss, durch die sogenannte Pyrolyse. Anfängliche Versuche mit reinem Kaffeesatz haben allerdings nicht den gewünschten Erfolg gebracht, berichten die Experten. Die so hergestellte Biokohle war massiv, hatte also nur geringe Wärmedämmfähigkeit.

Zutaten aus "Biokiste"

Dieses Manko haben die beiden Forscher beseitigt, indem sie die gemahlene Biokohle mit Ethylcellulose, ein Pulver, das aus Zellulose gewonnen wird, und Propylenglycol vermischten. Diese Mischung, der noch ein Flammschutzmittel beigefügt wurde, pressten die Forscher bei einer Temperatur von 150 Grad Celsius zu Platten. In einem Vakuumofen entfernten sie schließlich Reste des Alkohols.

Übrig blieb ein hochporöses Material, das die die Wände von Häusern vor Wärmeverlusten schützt beziehungsweise im Sommer verhindert, dass solare Wärme ins Haus eindringt. Das Ergebnis ist ein Verbundwerkstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 0,04 Watt pro Meter und Kelvin - ein Wert, der mit handelsüblichem expandiertem Polystyrol vergleichbar ist. Materialien mit einer Wärmeleitfähigkeit unter 0,07 W pro Meter und Kelvin gelten allgemein als wirksame Dämmstoffe.

Außer im Bauwesen lässt sich das Material in der Verpackungs- und Transportbranche sowie in anderen Industriezweigen einsetzen, in denen das Wärmemanagement entscheidend ist. "Indem wir Abfall in ein funktionales Produkt verwandeln, verringern wir die Umweltbelastung und schaffen gleichzeitig neue Möglichkeiten für nachhaltige Materialien", so die Entwickler abschließend.

(Ende)
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