Junge Forschung im Fokus: tecnet accent Award prämiert Innovationen in Medizin und Nanotechnologie
Auszeichnung für neue Ansätze in Medizintechnik, regenerativer Medizin und Nanotechnologie
St. Pölten/Krems (pts011/27.04.2026/09:45)
Bereits zum sechsten Mal wurde der tecnet accent Innovation Award am Campus Krems vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand im Millenniumssaal des Landhauses St. Pölten statt. Ausgezeichnet wurden herausragende Forschungsprojekte mit hohem wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Potenzial.
Der Award wird von tecnet equity, dem accent Inkubator sowie der Universität für Weiterbildung Krems vergeben und richtet sich an alle wissenschaftlichen Einrichtungen am Campus Krems. Ziel ist es, junge Forschende frühzeitig für unternehmerisches Denken zu sensibilisieren und den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zu fördern.
Die prämierten Projekte zeigen einmal mehr die große Bandbreite und Qualität der Forschung am Standort Krems – von innovativen Anwendungen in der Medizintechnik über neue Ansätze in der regenerativen Medizin bis hin zu zukunftsweisender Nanotechnologie mit vielfältigem Einsatzpotenzial.
Die Preise wurden von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überreicht, die die Bedeutung von Innovation für die Weiterentwicklung des Landes hervorhob:
"Innovation entsteht dort, wo kluge Köpfe zusammenkommen, und den Mut haben, Neues zu denken und umzusetzen. Genau diese Dynamik brauchen wir, um Niederösterreich als starken Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, dass aus Forschung konkrete Anwendungen entstehen – und daraus neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze."
Der 1. Preis ging an Youbin Zheng von der Danube Private University. Er hat ein spezielles Pflaster entwickelt, das man einfach auf die Haut kleben kann. Dieses Pflaster hat winzige Nadeln, die kaum zu spüren sind und ganz schmerzfrei funktionieren. Damit kann man Natrium-Ionen im Körper ständig messen – und das ohne Blut abnehmen zu müssen. Die neue Technik ist bereits patentiert und kann helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder Behandlungen besser zu steuern.
Auch seitens der Universität für Weiterbildung Krems wird der Award als wichtiger Impulsgeber gesehen: "Die Forschung am Campus Krems leistet einen wesentlichen Beitrag zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Der Innovation Award macht diese Leistungen unter besonderem Augenmerk auf junge, aufstrebende Forschende sichtbar und unterstützt dabei, Forschungsergebnisse gezielt in die Anwendung zu bringen", betont Viktoria Weber, Rektorin der Universität für Weiterbildung Krems.
Der zweite Preis wurde zweimal vergeben. Sophie Roffeis (Universität für Weiterbildung Krems/AC2T research). Sie hat mit "SparePlug" ein neues Knorpel-Implantat entwickelt, das bei Gelenkschäden helfen soll. Dieses Implantat besteht aus Materialien, die aus dem Meer gewonnen werden und ist besonders umweltfreundlich. Markus Rothammer (Universität für Weiterbildung Krems) wurde für "Printsicles" ausgezeichnet. Dahinter steckt ein neuartiges Verfahren, mit dem man Knorpel mithilfe eines 3D-Druckers herstellen kann. Das soll Menschen mit Gelenkproblemen bei der Heilung ihrer geschädigten Knorpel helfen.
Der 3. Preis ging an Yolanda Salinas Soler von der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems. Ihr Team hat Nanomaschinen (Nano-Moleküle) entwickelt, die sich selbst bewegen können und sich nach einer gewissen Zeit von selbst auflösen. Zukünftig könnte das dabei helfen, Krankheiten wie Krebs gezielt zu behandeln oder auch dabei, schädliche Stoffe wie Mikroplastik aus dem Wasser zu entfernen. Die Erfindung hat also das Potenzial, sowohl für unsere Gesundheit als auch für die Umwelt sehr nützlich zu sein.
Gleichzeitig setzt der Award einen wichtigen Impuls für die Spin-off-Entwicklung und die gezielte Überführung von Forschung in marktfähige Anwendungen im Sinne der "Science to Business"-Strategie.
Doris Agneter, Geschäftsführerin von tecnet equity, unterstreicht die strategische Bedeutung des Awards: "Unser Ziel ist es, dass sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler frühzeitig mit der wirtschaftlichen Verwertung ihrer Forschung auseinandersetzen. Der Innovation Award schafft Bewusstsein dafür und zeigt konkrete Perspektiven für die Umsetzung von Ideen auf."
Auch Michael Moll, Geschäftsführer des accent Inkubators, sieht in den ausgezeichneten Projekten großes Potenzial: "Die eingereichten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft am Campus Krems vorhanden ist. Wir freuen uns, diese Entwicklungen mit unserer Erfahrung begleiten zu dürfen und so den Weg von der Idee zur Umsetzung zu unterstützen."
Der tecnet accent Innovation Award wurde 2009 ins Leben gerufen und wird seit 2017 auch am Campus Krems vergeben. Insgesamt wurden bereits rund 100 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ausgezeichnet. Ziel ist es, den Transfer von Wissenschaft in wirtschaftliche Anwendungen zu stärken und damit neue Impulse für Innovation und Unternehmensgründungen in Niederösterreich zu setzen.
Siegerprojekte:
1. Preis
Youbin Zheng (DPU)
Titel: A Painless Wearable Microneedle Patch for Real-Time Sodium Monitoring
Prof. Zheng und sein Kollege Prof. Haick vom LiST - Laboratory for Life Sciences and Technology der Danube Private University haben ein neuartiges Verfahren zur kontinuierlichen und nicht-invasiven Messung des Natriumgehalts im menschlichen Körper entwickelt. Die Technologie hat das Potential eine bessere Gesundheitsvorsorge und Behandlung von PatientInnen und Patienten zu ermöglichen. Zudem ist sie bereits durch zwei Patente abgesichert und ein weiteres befindet sich in Vorbereitung.
2. Plätze
Sophie Roffeis (UWK/AC2T)
Titel: SparePlug - Innovatives Implantat für osteochondrale Defekte aus maritimen Biomaterialien
In einem kooperativen Projekt zwischen der Universität für Weiterbildung Krems und der AC2T research GmbH beschäftigt sich die PhD‑Studentin Sophie Roffeis im Rahmen ihrer Dissertation mit der Entwicklung neuartiger und innovativer Knorpelimplantate aus nachhaltigen Biomaterialien. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit verbundenen altersbedingten Erkrankungen wie Arthrose adressiert das Projekt ein zentrales medizinisches Problemfeld, das das Potenzial hat, die Lebensqualität betroffener Menschen deutlich zu verbessern.
Markus Rothammer (UWK)
Titel: Printsicles - zellfreie Knorpelregeneration aus dem 3D-Drucker
Der PhD Student Markus Rothammer forscht in seiner Dissertation an der Universität für Weiterbildung Krems an einem neuartigen 3D Druckverfahren für Knorpelgewebe. Mit seiner Entwicklung sollen Implantate ermöglicht werden, die zur besseren und schnelleren Regeneration von geschädigtem Knorpelgewebe beitragen sollen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung regenerativer Therapien im Bereich der Knorpelmedizin.
3. Platz
Yolanda Salinas Soler (IMC Krems)
Titel: Sustainable Nanotechnology: Degradable Nanomachines for Therapeutics and Environmental Remediation
Prof. (FH) Salinas Soler hat gemeinsam mit ihrem Team an der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems innovative Nanomaschinen entwickelt, die sich selbstständig bewegen können. Diese könnten künftig in der Präzisionsmedizin, etwa in der Krebsbehandlung, eingesetzt werden oder zur Entfernung von Mikroplastik aus Gewässern beitragen. Durch den breiten Anwendungsbereich zeigt die Technologie ein hohes Potenzial mit gesellschaftlichem Nutzen in mehreren Bereichen.
| Aussender: | tecnet equity |
| Ansprechpartner: | Beatrice Weisgram |
| Tel.: | +43 676 83 086 310 |
| E-Mail: | weisgram@tecnet.at |
| Website: | www.tecnet.at |




