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pte20000902007 in Leben

Johanniskraut gleich wirksam wie Antidepressiva

Nebenwirkungen sind jedoch deutlich geringer


Gießen (pte007/02.09.2000/12:00)

Eine großangelegte Studie der Universität Gießen http://www.uni-giessen.de ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Johanniskraut gleich wirksam wie eine medikamentöse Behandlung ist. Ein Extrakt des Krautes (Hypericum perforatum) lindert die Symptome in gleichem Ausmaß wie das weitverbreitete Imipramin. Die Nebenwirkungen sind beim Johanniskraut entscheidend geringer. http://www.bmj.com/cgi/content/full/321/7260/536

Die Wissenschaftler empfehlen das Johanniskraut vor allem für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen. Mehr als 300 Patienten wurden sechs Wochen lang entweder mit Johanniskraut oder Imipramin behandelt. Generell war der Behandlungserfolg bei beiden Gruppen gleich.

Das Kraut wurde von den Patienten jedoch besser vertragen. 63 Prozent der Imipramin-Patienten berichteten von Nebenwirkungen. Nur 39 Prozent der Johanniskraut Patienten klagten über Nebenwirkungen wie einen trockenen Mund, Schwitzen oder Schwindel. Nur drei Prozent dieser Gruppe stellten die Einnahme ein, verglichen mit 16 Prozent der anderen Gruppe.

Helmut Woelk, der Leiter der Studie, erklärte, dass diese Ergebnisse eindeutig belegten, dass Johanniskraut gleich wirksam wie ein Antidepressivum sei. Forscher arbeiten derzeit an der Cambridge University synthetischen Version des Krautes, die die Wirkung anderer Medikamente nicht beeinflussen soll.

Im März 2000 veröffentlichte die Medicines Control Agency (MCA) http://www.open.gov.uk/mca/mcahome.htm eine Warnung, dass Johnanniskraut nicht von Frauen verwendet werden sollte, die die Pille nehmen. Eine bestehende HIV-Infektion oder die Behandlung gegen Depressionen und Migräne wurden als weitere Risikofaktoren genannt. Siehe http://news6.thdo.bbc.co.uk/hi/english/health/newsid%5F662000/662147.stm (Ende)
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