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pte20000301040 in Forschung

Japanische Aum-Sekte verkauft Software durch Scheinfirmen

Verteidigungsministerium unterstützt unwissend Sektenanhänger


Tokio (pte040/01.03.2000/17:50)

Das japanische Verteidigungsministerium http://www.jda.go.jp hat die Einführung eines neuen Computersystemes vorerst auf Eis gelegt, nachdem es sich herausgestellt hat, dass die Software von Aum-Shinrikyo-Sektenmitgliedern entwickelt worden ist. Rund 90 staatliche Einrichtungen und private Unternehmen sind nach Angaben der Polizei in Tokio ohne ihr Wissen Kunden von Softwarefirmen der Sekte geworden.

Die Reichweite der Aum-Aktion ist nach einer Polizeirazzia festgestellt worden. Bei der Razzia wurden die Büros und Wohnungen von acht Sektenanhängern durchsucht und Dokumente beschlagnahmt. Man untersuche nun, ob im Laufe der Software-Entwicklung Kultanhänger möglicherweise wichtige Firewall-Technologie geknackt haben könnten, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. "Keiner weiß, was sie mit dem System gemacht haben und wir müssen es jetzt gründlich überprüfen."

Zwölf Leute wurden getötet und Tausende verletzt, als der Aum Shinrikyo-Kult 1995 eine Giftgasanschlag in der U-Bahn von Tokio verübt hat. Anfang des Jahres hat sich die Sekte umbenannt in "Aleph" und weitgehende Reformen angekündigt. (bbcnews/japantimes) (Ende)
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