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pte20000312006 in Forschung

Japaner entwickeln fliegende Züge

Umweltfreundliche Luftkissen-Fahrzeuge sparen Energie


Sendai/Japan (pte006/12.03.2000/11:00)

In Japan sollen die Züge bald fliegen. Japanische Forscher am Institut für Flüssigkeitsforschung an der Tohoku Universität http://www.ifs.tohoku.ac.jp/kohama-lab/welcome.html in Sendai machen sich dabei das Phänomen zunutze, dass sich unter schnellen, fallenden Gegenständen ein Kissen aus zusammengedrückter Luft bildet. Schnelle Züge, die durch die Schwerkraft unter sich ein solches Kissen erzeugen, sollen Projektleiter Yasuaki Komaha zufolge nur ein Viertel der Energie eines magnetisch gehobenen Zuges verbrauchen und so die Bahntechnologie revolutionieren, berichtet die Zeitschrift NewScientist. http://www.newscientist.com/news/news_222928.html

Die fliegenden Züge sollen sich mit möglichst wenig Schienenreibung bewegen und dadurch ihren Energieverbrauch verringern. In ersten Versuchen erhob sich ein Forschungszug des Institutes mit zwei Flügelpaaren und stabilisierenden Finnen bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde von den Schienen. Die Schienen sind auf beiden Seiten von Wänden umgeben, die ermöglichen, dass die Luft unter dem Zug ein Kissen bildet und nicht seitlich wegströmt. Der Luftzug entlang der Wände zusammen mit den senkrechten Finnen lenke den Zug auch gleich, sagte Komaha.

Ein Forschungsziel sei das Abheben des Zuges bei kleineren Geschwindigkeiten, damit möglichst wenig Energie über Schienenkontakt verloren gehe. Der Aerozug soll eine Alternative zur Magnetschwebebahn sein. Diese benötige Elektromagneten entlang der gesamten Strecke und verbrauche viel Strom, sagte Komaha. Der Aerozug könne so Energie-effizient sein, dass er nur aus erneuerbaren Energien - Sonnenkollektoren auf dem Dach oder Windturbinen an der Strecke - angetrieben werden könne.

Um diese Ziele umzusetzen, planen die Wissenschaftler weitere Probemodelle. Erweiterungen des ersten motorlosen, von außen gezogenen Probeexemplars sollen ein Modell mit drei Flügelpaaren und zwei Propellern sein, das es allein auf bis zu 150 Kilometer pro Stunde bringt. Wenn dieses Projekt erfolgreich ist, wollen die Forscher einen Sechs-Passagier-Zug für Geschwindigkeiten bis zu 300 Kilometern pro Stunde bauen. Im Jahre 2020 soll ein Zug 335 Reisende mit 500 Kilometern pro Stunde durch Japan befördern. (wsa, NewScientist) (Ende)
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