pte20000728002 in Forschung
Irak eröffnet sein erstes Internet-Cafe
Web-Seiten werden von der Regierung gefiltert
Bagdad (pte002/28.07.2000/09:00)
Die irakische Regierung hat am Donnerstag in Bagdad das erste Internet-Cafe des Landes eröffnet. Die Kunden sollen Zugang zu fast allen Web-Seiten erhalten, vorausgesetzt diese verletzten nicht die "Regeln der islamischen Religion" oder "Moral und Ethik", so Verkehrs- und Kommunikationsministers Achmed Murtada Achmed Chalil. Welche Seiten konkret damit gemeint sind, führte Chalil allerdings nicht aus.Bevor die Web-Seiten im Internet-Cafe auf den Bildschirm kommen, werden sie gefiltert, also zensuriert. Chalil kündigte an, in nächster Zeit weitere ähnliche Einrichtungen in Bagdad und anderen irakischen Städten zu eröffnen. Betreiber der Internet-Cafes ist die Regierung. Die Nutzung des Internet-Cafes dürfte allerdings nur einer kleinen Elite vorbehalten sein. Eine Online-Stunde kostet 2.000 Dinar (knapp 15 Schilling). Das entspricht einem Drittel des durchschnittlichen Monatsverdienstes eines Lehrers.
In Irak gibt es keine privaten Online-Zugänge, das Kultur- und Informationsministerium ist der einzige Internet-Provider. Satellitenschüsseln sind ebenso wie Modems verboten, und wer ein Faxgerät aufstellen will, braucht dazu eine staatliche Genehmigung. http://www.arab.net/iraq/iraq_contents.html (Ende)
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