leben

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: al
Tel.: 01/810 45 30-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

LEBEN

10.04.2026 - 14:30 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
10.04.2026 - 10:30 | pressetext.redaktion
10.04.2026 - 09:35 | Der Werbetherapeut
10.04.2026 - 06:00 | pressetext.redaktion
09.04.2026 - 14:00 | Pädagogische Hochschule Niederösterreich
pte20000609005 in Leben

Internet soll Stellung der Frau verbessern

UN-Konferenz behandelt Chancen, die Technologie für Frauen bietet


New York (pte005/09.06.2000/09:15)

Anlässlich der UNO-Konferenz für Frauenrechte http://www.un.org/womenwatch/followup/beijing5/index.html wurde die Bedeutung des Internet besonders herausgestrichen. Vor allem in Entwicklungsländern ist der Zugang zum Internet größtenteils auf Männer beschränkt. Gerade die Informationsvielfalt und Bildungsmöglichkeiten, die dieses Medium bietet, stellen eine große Chance für Frauen dar. In manchen Kulturen besteht allerdings die Gefahr, dass sich das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen dadurch noch verschlechtert.

Gisele Yitamben, Vorsitzende einer Organisation, die Frauen im Sub-Sahara-Gebiet wirtschaftlich und technisch ausbildet, meinte: "Ich sehe das Internet als die größte Chance, denn es bietet Frauen Informationen und Ausbildungsmöglichkeiten. Über das Internet können wirklich viele Leute erreicht werden."

Angaben der UNO zufolge konzentriert sich die Verwendung des Internet zu fast 90 Prozent auf Industrieländer, in denen aber nur 15 Prozent der Weltbevölkerung lebt. Die meisten User sind Männer: 62 Prozent in den Vereinigten Staaten, drei Viertel in Brasilien, 93 Prozent in China und 96 Prozent in den Arabischen Staaten.

Die Konferenz dauert noch bis Ende der Woche. Sprecher haben festgestellt, dass der Einfluss von Technologie auf Kommunikation und Handel seit der Konferenz von Peking, die 1995 stattfand, enorm gestiegen ist, aber Frauen nur wenig berührt hat. Sarah Murison von der Entwicklungsabteilung der Vereinten Nationen sagte: "In den Entwicklungsländern sind fast alle Computer und Telefone im Besitz von Männern, daher haben Frauen nur sehr wenig Zugang." Sie meinte, dass der Zugang zu Technologie hinter Armut und Gewalt das drittgrößte Problem für Frauen darstellt.

Einige Sprecherinnen betonten, dass Internetzugang alleine nicht genug sei. In vielen Teilen der Welt verbieten soziale Sitten Frauen den Zugang zu Führungspositionen. Murison wies auf den Fall einer afrikanischen Geschäftsfrau hin, die ihr erfolgreiches E-Commerce-Unternehmen an die Ältesten des Dorfes abgeben musste. Sie sagte: "Technologien haben das Potenzial, die Geschlechtertrennung noch viel schlimmer zu machen. Aber sie können die Situation auch verbessern. Das Grundproblem ist aber die soziale Struktur, und das muss auch gelöst werden." (sv) (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: al
Tel.: 01/810 45 30-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top