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pte20000705001 in Leben

Internationale Städte wollen enger zusammenarbeiten

Städte-Konferenz "Urban 21" in Berlin eröffnet


Berlin (pte001/05.07.2000/08:30)

Die Bürgermeister der 21 größten Städte der Welt, sowie Wissenschaftler und Politiker aus der kommunalen Ebene, treffen sich derzeit zur internationalen Konferenz "Urban 21" http://www.urban21.de in Berlin. Sie alle wollen gemeinsame Strategien erarbeiten, um das rasante Wachstum ihrer Metropolen in den Griff zu bekommen. Große Probleme gebe es vor allem mit der Bewältigung des Verkehrs, sowie mit dem exzessiven Ressourcenverbrauch.

Der deutsche Bundesbautenminister Reinhard Klimmt betonte schon im Vorfeld des Treffens, dass die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung ein zentraler Punkt in der Problemlösung der Städte sei. Ziel der Stadtväter in allen Metropolen müsse eine Grundausstattung der Menschen sein: Wohnraum, Wasser- und Energieversorgung zählen dazu. Die Konferenz soll auch dazu dienen bei der Bewältigung von Verkehrsproblemen voneinander zu lernen, sagte der Bürgermeister von Bombay. "Allein in Bombay müssen Züge drei bis viermal mehr Menschen befördern, als sie eigentlich bewältigen können", so der Bürgermeister.

Die deutsche Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte, dass mit der Unterstützung der Weltbank eine "Best Practice"-Datenbank aufgebaut werde, in der Erfahrungen der Stadtverwaltungen gesammelt werden. Diese sollen allen Städten zur Verfügung stehen und zugänglich gemacht werden.

Der Stadtentwicklungsexperte Ulrich Pfeiffer, der den UNO-Weltbericht zur Zukunft der Städte für das Projekt mit ausgearbeitet hat, erwartet ein weiteres Wachstum der Städte."Verkehrs- und Umweltprobleme sind in allen Metropolen der Welt ähnlich. Das Auto in seiner jetzigen Form ist für die Städte eine Katastrophe", so Pfeiffer. Aus ökologischer Sicht müsse so schnell wie möglich auf andere Antriebsstoffe umgestellt werden.

Natürliches Bevölkerungswachstum in den Städten und Zuwanderung in die Metropolen stellen vor allem in den Entwicklungsländern ernste Hindernisse für eine sozial- und umweltgerechte Entwicklung dar. In der Regel liege das zentrale Problem aber weniger im Wachstum an sich, als vielmehr in den mangelnden Kapazitäten sowie Handlungskompetenzen der Städte, dieses Wachstum zu managen sowie die wirtschaftlichen und städtebaulichen Voraussetzungen für eine lebenswerte Zukunft der wachsenden Stadtbevölkerung zu schaffen.

Das Wachstum der Städte verlaufe sehr unterschiedlich, so Pfeiffer. Während afrikanische und asiatische Städte mit rasantem Bevölkerungsanstieg von mehr als drei Prozent pro Jahr kämpften, sei die Situation in Süd- und Mittelamerika abgeschwächt. "Dort wachsen Einkommen der Menschen schneller als die Bevölkerungszahl. Die Folgen sind allerdings eine stärkere Motorisierung und damit neue Verkehrs- und Umweltprobleme", so der Forscher. Die europäischen Städte wachsen hingegen flächenmäßig. Die Gründe dafür würden im höheren Anteil von älteren Menschen liegen, die mehr Wohnraum als jüngere beanspruchen. Bis 2025 werden, so Pfeiffer, zwei Drittel der Menschen in Städten wohnen.

"Die Vorstellung, dass in der Informationsgesellschaft vernetzte Menschen auf dem Land leben und arbeiten, ist absurd", so der Forscher. Räumliche Nähe zur Arbeitsstelle und Nähe zum Kunden bleiben weiterhin wichtig. Das gilt vor allem für den weiterhin stark wachsenden Dienstleistungssektor. Die Weltkonferenz "Urban 21" dauert bis 6. Juli. (Ende)
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