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pte20200617004 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Instagram-Algorithmus zeigt viel nackte Haut

Newsfeed hebt freizügige Bilder von Influencern hervor - Mutter Facebook dementiert


Bikini-Foto: Instagram zeigt viel nackte Haut (Foto: pixabay.com, AllClear55)
Bikini-Foto: Instagram zeigt viel nackte Haut (Foto: pixabay.com, AllClear55)

Berlin/Trient/Schlangen (pte004/17.06.2020/06:15) - Der Instagram-Newsfeed zeigt Anwendern bevorzugt Fotos, in denen möglichst viel nackte Haut zu sehen ist. Auch wenn die Accounts, denen User folgen, wenige solche Bilder zu bieten haben, hebt der Algorithmus diese trotzdem hervor. Das besagt zumindest eine Studie von AlgorithmWatch http://algorithmwatch.org und dem European Data Journalism Network http://europeandatajournalism.eu .

"Gratis-Quelle für Softporno-Bilder"

"Eine Minderheit der Instagram-User sieht die Plattform als eine Gratis-Quelle für Softporno-Bilder. Das System erkennt vermutlich dieses Verhalten und verstärkt es. In einem Teufelskreis drängt Instagram dadurch allen Anwendern Bilder mit nackter Haut auf", kritisiert Nicolas Kayser-Bril von AlgorithmWatch.

Die Forscher haben für die Studie ein Experiment mit 26 Teilnehmern durchgeführt. Die Probanden mussten auf Instagram einer Auswahl von professionellen Influencern folgen und regelmäßig ihren Newsfeed überprüfen. Von 2.400 geposteten Fotos der Influencer zeigten 21 Prozent entweder Frauen in Bikinis oder Unterwäsche beziehungsweise Männer mit nacktem Oberkörper. Dennoch machten diese Bilder 30 Prozent der Newsfeeds der Studienteilnehmer aus. Vor allem leicht bekleidete Frauen waren häufig zu sehen.

"Instagram von Interesse bestimmt"

Social-Media-Experte Thorsten Ising http://thorsten-ising.com zeigt sich im pressetext-Interview dem Studienergebnis gegenüber skeptisch. "Instagram ist üblicherweise stark von den Interessen der Anwender bestimmt. Im Newsfeed sehen wir nur Inhalte von Accounts, die wir persönlich abonniert haben. Abgesehen von Werbung, ist Instagram eher reaktiv und drängt Nutzern keine Inhalte auf, die sie nicht sehen wollen", so Ising.

Auch Instagram-Mutter Facebook stellt die Studie infrage. Die gezeigten Posts seien nach den Präferenzen der Nutzer geordnet, nicht nach anderen, zufälligen Faktoren. Den Forschern zufolge sind Bilder mit nackter Haut zwar ein Faktor im Instagram-Algorithmus, jedoch gibt es auch andere Inhalte, die einen Einfluss haben. Es sei mehr Forschung nötig, um die genaue Funktionsweise des Algorithmus, die Facebook notorisch geheim hält, zu entschlüsseln.

(Ende)
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Ansprechpartner: Georg Haas
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