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pte20060410022 in Leben

Insektizid DDT: Künstliche Risiken als Sündenbock

Natürliche Gefahren werden unterschätzt


Bonn (pte022/10.04.2006/13:12)

Gut gemeint erweist sich im praktischen Leben nicht selten als das Gegenteil: Als lehrreich gilt in Expertenkreisen das Verbot des Insektizids DDT - 1972 von der US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) vorschnell verboten. DDT stand damals im Verdacht, krebserregend zu sein und den Bruterfolg des Weißkopf-Seeadlers zu beeinträchtigen. "Die für Menschen völlig ungiftige Chlorverbindung war 1939 vom schweizerischen Chemiker Paul Hermann entdeckt worden. Müller wurde dafür nach dem Krieg mit dem Nobelpreis geehrt. Und das völlig zu Recht. Denn DDT hatte sich bei der Landung der Alliierten in Süditalien bei der Bekämpfung von Mücken und Läusen sowie einer durch Mücken verbreiteten Typhus-Epidemie in Neapel eindrucksvoll bewährt und erwies sich später im Kampf gegen die Malaria-Mücken in armen tropischen Ländern als eine Art Wundermittel", sagte der Frankfurter Wissenschaftsjournalist Edgar Gärtner http://www.gaertner-online.de/ bei der Vorstellung seiner Umweltstudie "Vorsorge oder Willkür?" (Deutscher Instituts-Verlag) im Bonner Presseclub.

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