pts20000324014 in Forschung
Innovationsagentur setzt Biotech-Schwerpunkt
Unternehmertum als "Wirkstoff für den Erfolg
Wien (pts014/24.03.2000/11:27)
Die österreichischen Forschungsaktivitäten im Zukunftsbereich Biotechnologie können sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. Großen Aufholbedarf gibt es hingegen bei der wirtschaftlichen Verwertung der Ergebnisse. Rund 800 Forscher und Mediziner erhielten daher dieser Tage eine blaue Box mit einem süßen "Wirkstoff für den Erfolg". Mit dieser garantiert nebenwirkungsfreien, dafür aber umso auffallenderen Schwerpunktaktion will die Innovationsagentur alle im Bereich Biotechnologie tätigen Wissenschafter auf das umfassende Beratungs- und Förderungsangebot des "Impulsprogramms Bio-technologie" hinweisen.Die von der Innovationsagentur im Auftrag des Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums im Mai 1999 gestartete Initiative soll neue Impulse für den zukunftsträchtigen Sektor Biotechnologie setzen und Wissenschafter verstärkt zur wirtschaftlichen Verwertung ihrer Forschungs-erkenntnisse animieren. Das Ziel liegt voll im Trend: Internationale Entwicklungen zeigen das zunehmende Interesse junger Wissenschafter an unternehmerischer Tätigkeit.
Business in Biotech
Die im Rahmen des Informationsschwerpunkts präsentierte Broschüre "Business in Biotech" bietet den Biotechnologen und Medizinern alle grundlegenden Informationen für den Sprung in die Selbstständigkeit. Das praxisorientierte Handbuch für Unternehmensgründer mit Beiträgen von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Recht informiert über essenzielle Themen wie Patente, Lizenzen und Schutzrechte, aber auch über Unternehmensgründung, Standortsuche, Anstellung von Mitarbeitern oder Finanzierung. Die Broschüre ist in deutsch und englisch gegen eine Schutzgebühr von 150 Schilling bei der Innovationsagentur erhältlich (Fax 216 52 93-99, E-Mail biotech@innovation.co.at, http://www.innovation.at ).
Der Ratgeber ist aber nur ein Vorgeschmack auf die umfassenden Leistungen, mit denen das Impulsprogramm ehrgeizigen Forschern und Erfindern bei der wirtschaftlichen Nutzung guter Ideen auf die Sprünge hilft. Das Biotech-Serviceangebot reicht von der Unterstützung bei der Patentierung und Lizenzierung über vielseitige Hilfen bei der Unternehmensgründung und bei Behördenkontakten, Beratung in gewerberechtlichen Aspekten und bei der Standortwahl bis zur Suche nach freien Labor-Kapazitäten.
Besonders umfangreich sind die Leistungen im Bereich der Finanzierung. Um den Start in die Selbstständigkeit zu ebnen, hat die Innovationsagentur ein Netzwerk geschaffen, in das öffentliche und private Förderungs- und Finanzierungsinstitute eingebunden sind. Die finanziellen Starthilfen reichen von Landes-, Bundes- und EU-Förderungen bis zum Venture-Finanzierungs-programm Seed-financing, das Unternehmensgründungen im Bereich neuer Technologien mit einer speziell auf die Startphase zugeschnittenen Finanzierung unterstützt.
40 neue Biotech-Unternehmen mit 1.600 Arbeitsplätzen
Österreich hat bei der wirtschaftlichen Nutzung biotechnischen Wissens Einiges wettzumachen. So liegt unser Land in einem von der European Molecular Biology Organization (EMBO) durchgeführten Vergleich der Forschungsaktivitäten von 43 Staaten auf dem Sektor Biologie- und Biochemie auf dem achten, im Bereich Molekularbiologie und Gentechnik sogar auf dem sechsten Platz. Ganz anders sieht es dagegen bei den Unternehmensgründungen aus. Während es 1997 in Österreich fünf junge Biotech-Unternehmen gab, war die Unternehmensaktivität in Ländern mit vergleichbarer wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit weitaus höher.
Mit dem im Mai 1999 gegründeten Impulsprogramm der Innovationsagentur gelang die Trendwende: Bereits in den ersten Monaten wurde die Gründung von weiteren sechs Biotech-Unternehmen initiiert. Auf Basis der Forschungsleistungen und der Wirtschaftskraft sehen Experten für Österreich ein Potenzial von mindestens 40 jungen Biotech-Unternehmen mit durchschnittlich 40 Beschäftigten. Das bedeutet die Chance auf rund 1.600 innovative neue Arbeitsplätze. Der Schwerpunkt "Wirkstoff für Ihren Erfolg" soll nun viele weitere Forscher zu erfolgreichen Unternehmern machen.
Life Science Unternehmen in Österreich
Als Orientierungshilfe für ausländische Unternehmen, die auf der Suche nach Kooperationspartnern sind, hat die Innovationsagentur in Zusammenarbeit mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds WWFF und dem Büro für internationale Forschungs- und Technologiekooperationen BIT nun auch eine Übersicht mit einem Spektrum von in Österreich tätigen Life Science-Unternehmen herausgebracht: Das Company Directory "Biotech in Austria" bietet Kennziffern wie Beschäftigtenzahl, Kernkom-petenzen und internationale Aktivitäten von in Österreich ansässigen Biotech-Start-Ups, Medizintechnik- sowie Pharmaunternehmen. Die Broschüre in englischer Sprache kann kostenlos bestellt werden: Eva Beck/Innovationsagentur: biotech@innovation.co.at, Barbara Lohwasser/BIT: lohwasser@bit.ac.at oder Margit Moser: vienna@wwff.gv.at.
Die Innovationsagentur Ges.m.b.H. unterstützt seit 1984 österreichische Forscher und Unternehmen bei der Realisierung innovativer Ideen und Projekte. Um unbürokratisch und effizient zu helfen, bietet sie maßgeschneiderte Servicepakete an. Dazu gehören das Seedfinancing-Programm, eine speziell auf die Unternehmens-Startphase zugeschnittene Finanzierung, die Börse für Business Angels i2, die über Kapital und Erfahrung verfügende Investoren und ideenreiche Unternehmer zusammenbringt oder die Patentverwertungsagentur Tecma, die universitäre Forscher, Erfinder und Unternehmer bei der Vermarktung von aussichtsreichen Produkten, Verfahren und Anwendungen unterstützt. Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums führt die Innovationsagentur jährlich den Staatspreis für Innovation durch.
Rückfragen:
Dr. Sonja Hammerschmid, Projektleiterin Impulsprogramm Biotechnologie der Innovationsagentur
Taborstraße 10, 1020 Wien
Telefon 01-216 52 93/345,
E-Mail shammerschmid@innovation.co.at (Ende)
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