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pte20000726033 in Leben

Infizierte Ratten als Schnellimbiss für Katzen

Toxoplasma-Parasit macht vorsichtige Nager wagemutiger


Oxford (pte033/26.07.2000/16:00)

Britische Forscher der Universität Oxford http://www.ox.ac.uk haben in mehreren Untersuchungen festgestellt, dass Ratten, die mit dem Parasit "toxoplasma gondii" http://webs.cb.uga.edu/~striepen/toxoplasma.html infiziert sind, sich weniger ängstlich verhalten als sonst. Für Katzen werden sie dadurch zur leichten Beute.

"Der Parasit, von dem 35 Prozent der untersuchten Raten befallen waren, dringt bis in die Gehirnregionen vor und macht die von Natur aus vorsichtigen Nager weniger ängstlich", erklärt Joanne Webster. Normalerweise wären sie fähig, auch schon die kleinsten Veränderungen in ihrer Umgebung wahrzunehmen. Mit dem durch den Parasiten lahmgelegten Instinkt jedoch würden sich die Tiere ihrem Feind geradezu anbiedern, so die Wissenschaftlerin.

Normalerweise bevorzugt der Toxoplasma-Parasit eher Katzen. Um dort hinzugelangen, befällt er zunächst Ratten und nistet sich in allen inneren Organen ein. Speziell im Gehirn bildet er Zysten und kann dort solange versteckt überleben, bis die Ratte von einer Katze verzehrt wird. Dann wird der Parasit wieder aktiv.

Auch unter Menschen ist der Toxoplasma-Parasit weit verbreitet. Solange das Immunsystem nicht geschwächt ist, verursacht er allerdings keine Schäden. Bei Aids-Patienten im Endstadium führt der Parasit zu organischen Psychosyndromen.

Laut Webster konnte mittlerweile auch bei Kindern ein Zusammenhang zwischen Hyperaktivität, niederem Intelligenzquotienten und hohen Toxoplasmawerten festgestellt werden. (bbcnews) (Ende)
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