pte20000617006 in Leben
In-situ Wasseraufbereitung normalisiert PH-Wert
Reaktive Puffersubstanz aus mineralischen Komponenten
Dresden (pte006/17.06.2000/12:15)
Da sich die Ursachen der Verschmutzung und Versauerung von Gewässern kurzfristig nicht abstellen lassen und herkömmliche Kalkungsmaßnahmen oft wenig effektiv und mit Risiken verbunden sind, wird derzeit an der Ökologischen Station der Technischen Universität Dresden http://www.tu-dresden.de ein neues Verfahren erprobt. Diese Methode vereinigt Aufgaben der Wasseraufbereitung mit Umwelt- und Naturschutzzielen. Hierbei kommt eine reaktive Puffersubstanz aus den mineralischen Komponenten - Natrium- und Kalziumverbindungen - zum Einsatz.Die bisher durchgeführten Versuche in überdimensionalen Experimentalgefäßen (Inhalt 1.200 m3) in einer versauerten Talsperre zeigten, dass die Ziele erreicht werden: Neben einer raschen und schonenden Neutralisierung des Wassers vergrößert sich das Vermögen des Wasser, einen Überschuss an Säure oder Lauge zu neutralisieren, erheblich und nachhaltig. Durch Fällung von Schadmetallen und schwer zersetzbaren, organischen Substanzen kommt es zur Entgiftung des Ökosystems und zur Vergrößerung der Transparenz im Wasser.
Obwohl die Entwicklung von planktischen Kleinlebewesen zunächst leicht sank, etablierten sich neue Arten von Kiesel-, Grünalgen und Kleinkrebsen. Die Befürchtungen, dass sich Algen in Massen entwickeln, trafen nicht ein. Das Verfahren ist bioverträglich und eignet sich für Trinkwassertalsperren sowie Seen und Teiche, die zum Angeln und zur Fischzucht genutzt werden. Informationen: Dr. Lothar Paul, Dr. Kai-Uwe Ulrich, E-Mail: nzh.ulrich@t-online.de (idw) (Ende)
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