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pte20000802042 in Leben

Impfungen im Mutterleib sollen Ansteckung verhindern

Kritiker warnen vor Risiken


Saskatoon (pte042/02.08.2000/16:00)

Wissenschaftlern der kanadischen University of Saskatchewan http://www.usask.ca ist es gelungen, einen Lammfötus bereits im Mutterleib gegen ein Virus zu immunisieren. Der Impfstoff wurde dafür mit einer dünnen Nadel in Gewebe im Bereich des Maules eingebracht. Die Forscher sind der Meinung, dass diese Art der Impfung die Übertragung von gefährlichen Krankheiten wie HIV, Herpes oder Hepatitis B bei der Geburt verhindern kann. Jedes Jahr sterben weltweit in Entwicklungsländern rund fünf Millionen Kinder in der ersten Lebenswoche.

Die Wissenschaftlerin Lorne Babiuk erklärt, dass es bis jetzt noch nie gelungen sei, Ungeborene erfolgreich zu immunisieren. "Je früher eine Immunisierung erfolgt, desto leichter ist die Infektionsgefahr abzuwehren." Die mit der Nadel eingebrachte DNA wurde von den Immunzellen aufgenommen und führte zu einer ausgezeichneten Immunreaktion. Das geimpfte Lamm war bei der Geburt gesund, normal groß und zeigte auch später keine Anomalien.

Kritiker bezeichnen Impfungen im Mutterleib als sehr riskant. Die Vorteile würden nahezu durch die entstehenden Gefahren aufgewogen. Der Bedarf bestehe vor allem in Entwicklungsländern, wo in vielen Fällen die notwendige Infrastruktur nicht vorhanden sei. Rob Feldman von Microscience, einem Hersteller von Impfstoffen, erklärte, dass in den meisten Fällen die Impfung der Mutter gewährleiste, dass die schützenden Antikörper das Kind erreichten. http://www.microscience.com (Ende)
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