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pte20000806003 in Leben

Impfstoffe gegen Krebstumore

Marktreife 2003 erwartet


Hannover (pte003/06.08.2000/10:00)

Harald zur Hausen, wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums, analysierte gestern beim Medizin- und Gesundheitskongress auf der EXPO 2000 Zusammenhänge zwischen Krebs und Infektionskrankheiten.

Wie Viren und Bakterien Krebs auslösen können, ist äußerst wichtig für vorbeugende, diagnostische und therapeutische Ansätze. Großen Nutzen werden Impfungen bringen, die gegen bekannte Tumorviren entwickelt werden. Sehr vielversprechend sind erste klinische Prüfungen von Impfstoffen, die vor den Hochrisiko-Papillomviren, den Typen 16 und 18, schützen sollen. Sie sind für rund 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebse verantwortlich.

"Man schätzt, dass diese Impfstoffe nach dem Jahr 2003 auf dem Markt sein werden", so Professor zur Hausen. Als sehr aussichtsreich erscheint auch ein kombinierter Impfstoff gegen Hepatitis- und Papillomviren. Bei globaler Anwendung könnte er helfen, 10 bis 15 Prozent aller Krebserkrankungen zu vermeiden. http://www.dkfz-heidelberg.de/presse/pressemitteilungen/pm00-29.htm (Ende)
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