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pte20090615022 in Leben

Hunde kennen keine Schuldgefühle

Unterwürfigkeit ist Reaktion auf Körpersprache des Besitzers


New York/Wetzlar (pte022/15.06.2009/12:20)

Es gibt keinen "schuldigen Hundeblick", der Hundebesitzer darüber informiert, ob ihr Vierbeiner tatsächlich etwas angestellt hat oder nicht. Das unterwürfige Verhalten des Hundes ist vielmehr dessen Reaktion auf die aggressive Körpersprache des Besitzers, berichtet die Verhaltensforscherin Alexandra Horowitz vom New Yorker Barnard College http://www.barnard.edu im Journal Behavioural Processes. Die Neigung, oberflächliches Verhalten eines Tieres mit menschlichen Haltungen zu beschreiben, wird als Anthropomorphismus bezeichnet. So glauben Menschen fälschlicherweise, bei Tieren höherstehende Emotionen wie Schuld oder Reue zu entdecken. "Dass Hunde ein schlechtes Gewissen hätten, entspringt allein den ethisch-moralischen Vorstellungen des Menschen", bestätigt auch die Tierverhaltenstherapeutin Heidi Bernauer-Münz gegenüber pressetext.

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