pte20000810044 in Leben
Honig als Wunder-Wund-Heilmittel
Neuseeländischer Wissenschaftler erforscht seit 20 Jahren Wirkstoffe des Honigs
Waikato/Neuseeland (pte044/10.08.2000/16:29)
Peter Molan, Professor für Biochemie an der Waikato-Universität http://www.waikato.ac.nz in Neuseeland, beschäftigt sich seit zwanzig Jahren mit den Wirkstoffen von Honig http://honey.bio.waikato.ac.nz . Sein Wissen hat einem 15 jährigen Briten das Leben gerettet: er litt an einer schweren Blutvergiftung und war so stark von Bakterien befallen, dass ihm beide Beine bis zum Knie, sowie alle Finger amputiert werden mussten. Auch nach der Operation setzte sich die schwere Infektion fort. Medikamente und mehrere Hauttransplantationen blieben ohne die erhoffte Wirkung. Eine Behandlung mit Honig zeigte schließlich erste Heilungserfolge. Nach etwas mehr als eineinhalb Jahren später war die Haut des Patienten verheilt.Molan hat in seiner zwanzigjährigen Forschertätigkeit viele Eigenschaften des Brotaufstriches erforscht. Honig wirke entzündungshemmend, antibateriell und vermag Eiter, Schorf sowie totes Gewebe aufzulösen, so der Biochemiker. Honig vermag schädliche freie Radikale zu fangen und für neue Gewebebildung zu sorgen. "Dem jungen Patienten aus Großbritannien wäre Einiges erspart geblieben, wenn er gleich zu Beginn der Infektion mit Honig behandelt worden wäre", so Molan. "Zurzeit kommt Honig nur dann zum Einsatz , wenn nichts anderes wirkt. Es gibt aber sehr gute Gründe dafür, Honig als therapeutisches Mittel erster Wahl zu verwenden."
"In der Wundbehandlung gibt es auch bei uns Honigplatten", sagt Ursula Hollenstein, Oberärztin der Abteilung für Infektionen, Interne I des AKH Wien http://www.univie.ac.at/infektionsmedizin , gegenüber pressetext.austria. Theoretisch ist es sehr wohl denkbar Honig einzusetzen. Problematisch, so die Ärztin, sei jedoch der Einsatz eines solchen Mittels bei einer so schweren Sepsis wie sie dieser Patient hatte. "Wir verwenden lieber Mittel, deren konkret definierte Inhalts- und Wirkstoffe wir kennen", so Hollenstein.
"Viele pflanzliche und andere natürliche Wirkstoffe werden heute synthetisch hergestellt, so werden sie leichter dosierbar", meint die Ärztin. Viele der natürlichen Wirkstoffe wären noch nicht genau erforscht, bei den synthetisch hergestellten Präparaten gebe es jedoch umfassende klinisch-messbare Erfahrungswerte, so Hollenstein. (Ende)
| Aussender: | pressetext.austria |
| Ansprechpartner: | ww |
| Tel.: | (01) 811 40-0 |
| E-Mail: | weitlaner@pressetext.at |
| Website: | pressetext.at |
