pte20000711028 in Leben
Hirntumoroperationen ohne Skalpell möglich
Weltweit einzigartiges Verfahren kommt zum Einsatz
Brüssel (pte028/11.07.2000/14:00)
Ab sofort ist es in der Brüssler Erasmus Klinik möglich, Hirnoperationen ohne Skalpell durchzuführen. Dieser Fortschritt der Hirnforschung ist auf dem Kongress für Neurowissenschaften, CINP http://cinp2000.com vorgestellt worden. Die größte internationale Tagung zu diesem Thema findet von 9. bis 13. Juli in Brüssel statt.Krebsgeschwülste und andere Tumore des Gehirns können jetzt durch den kombinierten Einsatz eines "Gamma-Messer" genannten Instruments und der Abbildungsstechnik "PET" (Positron Emission Technique) schonender behandelt werden. Die Operation ist möglich, ohne dass der Schädel des Patienten geöffnet werden muss. Tumore von einer Größe bis zu drei Zentimeter können sogar unter örtlicher Betäubung entfernt werden.
Der Patient kann in so einem Fall am nächsten Tag entlassen werden und sein Haar bleibt erhalten. Normalerweise erfordern solche Eingriffe einen sechs- bis achtwöchigen Krankenhausaufenthalt.
Entscheidend bei dem Eingriff ist die Abbildungstechnik, mit deren Hilfe sich der Chirurg beim Entfernen des Tumors orientiert. Diese Technik stand im Mittelpunkt mehrerer von der EU Kommission http://europa.eu.int/comm/ mitfinanzierter Forschungsprojekte.
Das Gamma-Messer selbst wirkt durch Strahlen, die zuvor markierte Krebszellen zerstören. Die PET- Bilder dienen dem Chirurgen als Monitor. Seit Jänner 2000 wurden in der belgischen Erasmus Klinik bereits 80 Patienten auf diese Weise erfolgreich behandelt. (eu-comm) (Ende)
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