leben

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: al
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at

FRüHERE MELDUNGEN

LEBEN

09.04.2026 - 14:00 | Pädagogische Hochschule Niederösterreich
09.04.2026 - 14:00 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
09.04.2026 - 13:30 | Scientology Kirche Celebrity Centre Wien
09.04.2026 - 13:25 | Musterhauspark GmbH
09.04.2026 - 10:30 | pressetext.redaktion
pte20000331006 in Leben

Herzversagen durch Grippevirus

Forscher entdecken Gen, das Virus zu Auslöser von Herzkrankheiten macht


Toronto (pte006/31.03.2000/08:30)

Kanadische Forscher haben ein Gen entdeckt, durch das ein gewöhnlicher Grippevirus ein tödlichen Herzversagen auslösen kann. Der Virus ist weitverbreitet und extrem ansteckend. Bei Menschen, die an einem bestimmten Gendefekt leiden, veranlasst er das Immunsystem, den Herzmuskel anzugreifen. Forschern der University of Toronto http://www.utoronto.ca ist es gelungen, das für diese Fehlfunktion verantwortliche Gen mit der Bezeichnung p56Ick zu isolieren.

Josef Penninger, Krebsforscher und Co-Autor der Studie, sagte: "Die Beweise verdichten sich, es sieht wirklich so aus, als wäre dieser Virus einer der häufigsten Auslöser von Herzkrankheiten. Durch diese Einsicht wird sich die Behandlung von Herzkrankheiten grundlegend ändern." Für die Art von Herzversagen, die in der Studie untersucht wurde, gibt es bisher keine Behandlungsmethode.

In der Studie wurden Mäuse mit menschlichen Genen versehen und jenem Virus, das für Herzkrankheiten bei Kindern und jungen Erwachsenen hauptverantwortlich ist, ausgesetzt. Dies führte bei jeder der Mäuse zu Herzkrankheit und endete für die Hälfte der Tiere tödlich.

In der Vergangenheit wurden die meisten Herzanfälle auf Bluthochdruck oder Übergewicht zurückgeführt. Penninger nimmt an, dass wesentlich mehr Fälle von Herzversagen als ursprünglich angenommen auf den Virus zurückzuführen sind. "Somit ist es möglich, dass man sich in der U-Bahn oder im Autobus einen Herzschlag einfängt", meinte der Forscher.

Als ersten Schritt möchte man ein Mittel zur Diagnose entwickeln. Dann könnten Ärzte nämlich, anstatt mögliche Risikofaktoren abzuschätzen, zuerst das Vorhandensein von p56Ick feststellen. Der Tierversuch zeigte, dass Mäuse, bei denen das Gen durch ein Medikament deaktiviert war, überhaupt keine Herzkrankheiten entwickelten. Da dieses Medikament aber extrem giftig ist, muss erst eine Möglichkeit gefunden werden, es für die Verwendung beim Menschen sicher zu machen.

Dr. Timothy Gardner, Mitglied der American Heart Association http://www.americanheart.org und Chef der Herzchirurgie des University of Pennsylvania Health System http://www.med.upenn.edu/health meinte: "Ich glaube, dass es noch einiger genetischer Detektivarbeit bedarf. Es wird nicht einfach sein, Diagnose- oder Therapie-Möglichkeiten zu finden, aber die Forschungsergebnisse sind definitiv spitze." (wired) (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: al
Tel.: 01/406 15 22-0
E-Mail: redaktion@pressetext.at
Website: pressetext.at
|
Top