pts20000831025 in Leben
Heizöl 125 Prozent teurer - Mieter werden zur Kasse gebeten
Nebenkosten für Mieter steigen weiter an
Sevelen (pts025/31.08.2000/12:01)
Heizöl ist zur Zeit 125 Prozent teurer als Ende Mai 1999, und viele Vermieter haben zu lange gewartet mit der Füllung der Tanks. Höhere Heizölpreise treiben die Nachzahlungen bei den Nebenkosten in die Höhe: In Kantonen mit 90 Prozent verbrauchsabhängiger Heizkostenabrechnung rechnet man bereits für die jetzt abgerechente Heizperiode mit Nachzahlungen von durchschnittlich Fr. 300.- pro Wohnung. Für nächstes Jahr wird mit weit höheren Nachzahlungen gerechnet. Der Grossteil der MieterInnen in der Schweiz wird doppelt zur Kasse gebeten, denn ohne verbrauchsgerechte Heiz- und Wasserkostenabrechnung (VHKA) fallen noch ca. 14 bis 20% höhere Kosten an. In ca. 60 Prozent der Schweizer Mehrfamilienhäuser sind die MieterInnen dieser ungerechten pauschalen Abrechnungs-methode der Energie- und Wasserkosten wehrlos ausgeliefert. Sparsame müssen den Verbrauch und die höheren Kosten der verschwenderischen Nachbarn mittragen müssen.Besonders betroffen sind Familien in grösseren Wohnungen ohne verbrauchsgerechte Abrechnung. Bei monatlichen Akonto-Zahlungen von z.B. Fr. 150.- betragen die Nachzahlungen recht oft mehr als Fr. 1 000.-. Nebst dem stetig steigenden Heizölpreis und fehlenden Anreizen zum Energiesparen (in Wohnungen ohne VHKA), tragen steigende Wasserkosten zur schwer verkraftbaren Nachrechnung bei. Viele MieterInnen werden so bezüglich der Mietzinse getäuscht, da die Wohnungskosten im Nachhinein stark ansteigen.
Wer glaubt, mit den diesjährigen Nachzahlungen sei der Ärger überwunden, täuscht sich: denn bei den heutigen Heizöl-Einkaufskosten ist für die Heizkostenabrechnung 2001 mit einer Verdoppelung der Nachzahlungen zu rechnen.
"Versteckte" Mietkostenerhöhung durch ungerechte Abrechnung
Die MieterInnen ohne individuelle Abrechnung der Heiz- und Wasserkosten sind am stärksten betroffen. Sie müssen nebst der regulären monatlichen Pauschale in den meisten Fällen noch höheren Nachzahlungsforderungen nachkommen, was einem verdeckten Anteil der Mietkosten gleichkommt. Zusätzlich finanzieren die Sparsamen bei der Pauschalabrechnung den Verbrauch verschwenderischer Nachbarn mit. Bei den galoppierend steigenden Nebenkosten wird dies spätestens nächstes Jahr zu geharnischten Protesten führen.
Der Schweizerische Verband für Wärme- und Wasserkostenabrechnung empfiehlt daher VermieterInnen und Verwaltungen, vor der nächsten Heizperiode die verbrauchsabhängige Heiz- und Wasserkosten-abrechnung einzurichten. So schaffen sie mehr Gerechtigkeit und ermöglichen den MieterInnen, durch Energiesparen etwas gegen den programmierten Kostenanstieg zu unternehmen. Zudem tragen sie dazu bei, das mögliche gesamtschweizerische Sparpotential von 168 Millionen Litern Heizöl und über
40 Milliarden Litern Wasser zu realisieren.
Für weitere Informationen
Pressestelle des SVW
Schweiz. Verband für Wärme- und Wasserkostenabrechnung
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