pte20000626009 in Leben
Haut aus der Tube regt Zellwachstum an
Hoffnung für chronisch kranke Wundpatienten
Würzburg (pte009/26.06.2000/11:00)
Rund drei Millionen Wundpatienten in Deutschland könnten künftig mit einem Haut-Ersatz-Präparat aus der Tube schneller genesen. "Das Verfahren eignet sich zur Heilung aller chronischen, offenen Wunden", sagte der Mediziner Ulrich E. Ziegler von der chirurgischen Universitätsklinik Würzburg. http://www.chirurgie.uni-wuerzburg.de/Das neue Präparat beruht nach Worten des Chirurgen auf der Basis von patienten-eigenen Hautzellen und ermöglicht eine ambulante Behandlung. Im Rahmen einer Anwenderstudie an der Würzburger Uni-Klinik seien seit August vergangenen Jahres rund 25 Patienten erfolgreich mit dem Hautersatz-Präparat behandelt. "Unser Ziel ist, die betroffenen Extremitäten zu erhalten und damit die Amputationsrate zu senken", sagte Ziegler.
Bei dem Verfahren werde unter lokaler Betäubung ein etwa Briefmarken großes Hautstück aus der Leiste des Patienten entnommen und im Labor angezüchtet. "Nach zwei bis drei Wochen können die gewonnenen Hautzellen mit Hilfe eines Bioklebers quasi aus der Tube auf die Wunde aufgebracht werden. Dort beginnen die Zellen zu wachsen und führen in vielen Fällen zu einer überdurchschnittlichen Heilung bis hin zum vollständigen Wundverschluss", berichtete der Wissenschaftler. (LifeScience/idw) (Ende)
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